1. Unter uns gibt es solche, die (Aḷḷāh gehorsam) ergeben sind und solche, die vom rechten Weg abgekommen sind. Aber jene, die sich Aḷḷāh (in Demut) ergeben haben, diese streben nach dem rechten Weg.
  2. Was aber jene angeht, die vom rechten Weg abgekommen sind, so werden sie Brennstoff des Höllenfeuers sein.«[1]
  3. (Ebenso wurde mir offenbart): „Würden sie (Menschen und Ğinn) am rechten Weg festhalten, so würden Wir ihnen Wasser in Fülle zu trinken geben,
  4. um sie damit zu prüfen (ob sie Aḷḷāh dankbar sein würden). Wer sich dann vom Gedenken an seinen Herrn abwendet (indem er sich vom Qurʼān abwendet), den wird Er[2] hartem Leiden aussetzen.“
  5. (Sprich: „Ebenso wurde mir offenbart,) dass die Stätten der Anbetung[3] wahrlich einzig Aḷḷāh gebühren, darum ruft in ihnen keinen außer Aḷḷāh an.
  6. Und dass als der Diener Aḷḷāhs (Muḥammad r) aufstand, um zu Ihm (in der Ortschaft Baṭn Naḫlah in der Nähe von Makkah) zu beten, hätten sie (die Ğinn) ihn nahezu erdrückt (nur um zu hören, wie er den Qur’ān vortrug).“
  7. Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs):[4] „Ich rufe einzig meinen Herrn an und stelle Ihm nichts dabei zur Seite.“
  8. Sag: „Ich habe nicht die Macht, Schaden von euch abzuwenden (den Aḷḷāh für euch bestimmte) noch euch Nutzen zu gewähren (den Er euch vorenthält).“
  9. Sag: „Keiner kann mich vor Aḷḷāh retten (sollte ich Ihm ungehorsam sein)[5] noch gibt es für mich Zuflucht außer bei Ihm.
  10. (Ich vermag) nur (euch) eine Nachricht Aḷḷāhs zu übermitteln und euch Seine Botschaften zu verkünden.“ Wer sich aber Aḷḷāh und Seinem Gesandten widersetzt, für den ist das Höllenfeuer bestimmt, in dem er (mit den seinesgleichen) ewig verweilen wird.
  11. Wenn sie dann (am Tag der Auferstehung) sehen werden, was ihnen verheißen wurde, dann werden sie begreifen, wer schwächer an Helfern und weniger an Zahl ist.
  12. Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs, zu jenen, die die Auferstehung leugnen): „Ich weiß nicht, ob das euch angedrohte nah ist oder ob mein Herr dafür eine noch ferne Frist gesetzt hat.“
  13. Er allein kennt das Verborgene und Er gewährt keinem Einblick in dieses,
  14. außer einem Gesandten, mit dessen Auswahl Er zufrieden ist, und dann lässt Er vor und hinter diesem Engel als Wächter einhergehen (damit niemand außer ihm Einblick in das Verborgene hat)[6],
  15. damit er (der Gesandte durch diese eigene Erfahrung)[7] weiß[8], dass auch schon sie (die Gesandten vor ihm) die Botschaften ihres Herrn verkündet haben (weil Er sie stets mit Seiner Fürsorge umgab), Er alle Angelegenheiten (der Gesandten und der Engel) mit Seinem Wissen umfasst und Er die Anzahl aller Dinge kennt (sodass Ihm absolut nichts verborgen bleibt).

[1] Hier endet offensichtlich die Rede der Ǧinn.

[2] „yaslukhu“ nach der Lesart von ʽĀṣim, Ḥamzah, Kisāʼiyy, Yaʽqūb und Ḫalaf.

Nach der Mehrhet: „naslakhu“: „den werden Wir“.

[3] Oder: die Moscheen.

[4] „qul“ nach der Lesart von ʽĀṣim, Ḥamzah und ʼAbū Ǧaʽfar.

Nach der Mehrheit: „qāla“: „(Der Gesandte Aḷḷāhs r) sagte: usw.“

[5] Nach der mekkanischen Zählung endet hier nach „ʼaḥad“ ein Vers, dafür am hier am Ende nach „multaḥadan“ nicht.

Manche Mekkaner (al-Bazziyy) setzen an beiden Stellen kein Versende.

[6] Oder: damit sie ihn beschützen.

[7] Oder: durch die Beschützung der Gesandten seitens der Engel.

[8] „liyaʽlama“ nach der Mehrheit.

Nach Ruways: „liyuʽlama“: „Damit man weiß (wortwörtlich: damit gewusst wird)“, d. h. „damit der Gesandte Aḷḷāhs r weiß“.

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