1. Doch nein! Ich schwöre beim Herrn des Aufgangs (der Sonne und des Mondes) und des Unterganges, dass Wir wahrlich die Macht dazu haben,
  2. sie gegen andere auszutauschen, die besser sind als sie und nichts kann Uns daran hindern.
  3. So lass (du, Gesandter Aḷḷāhs) sie sich in nichtigen und belanglosen Dingen ergehen und sich vergnügen, bis sie ihrem Tag (dem Tag der Auferstehung) begegnen, der ihnen verheißen wurde,
  4. dem Tag, an dem sie eilig aus ihren Gräbern hervorkommen werden, als ob sie zu einer Zielmarke um die Wette laufen würden,
  5. mit gesenktem Blick, von Finsternis bedeckt. Dies wird der Tag sein, der ihnen stets verheißen wurde.

 

Sūrah 71 Nūḥ – Noah

Mit dem Namen Aḷḷāhs, des an sich Gnadenvollen, des (gegenüber den Gläubigen besonders) Gnädigen (beginne ich, Seine Hilfe ersuchend, zu lesen).

  1. Wahrlich, Wir sandten Noah zu seinem Volk (und sagten zu ihm): „Warne dein Volk, bevor es von schmerzvollem Leid getroffen wird!“
  2. Er sprach: „Mein Volk, ich bin euch nur ein deutlicher Warner
  3. (und fordere euch darum auf), einzig Aḷḷāh zu dienen, Ihn zu fürchten und mir zu gehorchen,
  4. damit Er euch einen Teil eurer Sünden vergibt und euch für eine bestimmte Zeitspanne, die nur Er kennt, Aufschub (auf Erden bis zu eurem Tod) gewährt. Wahrlich, der von Aḷḷāh festgesetzte Zeitpunkt (des Todes) kann, wenn er kommt, nicht aufgeschoben werden, wenn ihr es nur begreifen würdet.“
  5. Noah sagte: „O Herr, ich habe mein Volk Tag und Nacht (ohne Unterlass) zum Glauben an Dich aufgerufen,
  6. aber mein Aufruf hat nur dazu geführt, dass sie sich noch mehr abwandten (von dem, wozu ich sie aufrief).
  7. Jedes Mal, wenn ich sie (zum Glauben und zum Gehorsam gegenüber Aḷḷāh und Seinem Gesandten) aufrief, damit ihnen vergeben werde, steckten sie ihre Finger in die Ohren (um nichts zu hören), bedeckten ihre Gesichter mit ihren Gewändern (um mich nicht sehen zu müssen), beharrten (auf ihrer Götzendienerei) und verhielten sich überaus hochmütig.
  8. Daraufhin rief ich sie öffentlich zum Glauben auf
  9. dann erhob ich meine Stimme in meinem Aufruf an sie und sprach auch im Geheimen mit ihnen
  10. und sagte: »Bittet euren Herrn um Vergebung, denn Er ist fürwahr allvergebend!

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