1. Wenn sie aber sehen werden, dass die Erfüllung der Verheißung ihnen nahe ist, werden sich ihre Gesichter verdunkeln und es wird zu ihnen gesagt werden: „Das ist es, wonach ihr (so spöttisch) zu verlangen pflegtet.“
  2. Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs): „Was meint ihr, wenn Aḷḷāh mich und jene, die mit mir sind, sterben lässt oder wenn Er uns Gnade erweist, wer sollte dann die Ungläubigen vor der schmerzhaften Qual erretten?
  3. Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs, zu den Götzendienern): „Er ist der Gnadenvolle, an Ihn glauben wir und auf Ihn vertrauen wir. Ihr aber werdet noch erfahren, wer sich in einem offenkundigen Irrtum befindet.“
  4. Sag: „Was meint ihr, wenn euer Wasser plötzlich versickern würde, wer könnte euch dann reichlich sprudelndes Wasser bringen?“

 

Sūrah 68 al-Qalam – Der Schreibstift

Mit dem Namen Aḷḷāhs, des an sich Gnadenvollen, des (gegenüber den Gläubigen besonders) Gnädigen (beginne ich, Seine Hilfe ersuchend, zu lesen).

  1. Nūn.[1] Beim Schreibstift und dem, was die Menschen niederschreiben.
  2. Du (Gesandter Aḷḷāhs) bist durch die Gnade deines Herrn (die Gnade der Offenbarung, die Er dir zuteilwerden ließ) kein Verrückter (wie die Götzendiener es behaupten).
  3. Für dich wird es wahrlich einen nicht endenden Lohn geben.[2]
  4. Und du besitzt fürwahr eine großartige Wesensart (nämlich eine Wesensart, die in vollkommener Weise dem Qur’ān entspricht).
  5. Somit wirst du sehen und die Leugner der Wahrheit werden sehen,
  6. wer von euch beiden verrückt ist.
  7. Denn dein Herr weiß fürwahr am besten, wer von Seinem Weg abgekommen ist und Er weiß am besten, wer die Rechtgeleiteten sind.
  8. Darum gehorche nicht jenen, die die Botschaft, die du überbringst, als Lüge verunglimpfen.
  9. Sie möchten, dass du dich ihnen entgegenkommend zeigst (was ihren Glauben betrifft), dann würden sie sich auch dir gegenüber wohlwollend verhalten.
  10. Und gehorche nicht dem, der in seiner Verachtenswürdigkeit ständig nichtige Eide zu schwören pflegt,
  11. dem Verleumder, der umhergeht und Gerüchte verbreitet,
  12. dem, der alles Gute zu verhindern sucht, der sich (am Besitz, der Ehre und dem Leben anderer) vergeht, dem Frevler,
  13. demjenigen von rohem und rücksichtslosen Benehmen, der darüber hinaus auch noch ein Eindringling ist.
  14. Weil er Vermögen und Kinder besitzt (ist er zu stolz, um an Aḷḷāh und Seinen Gesandten zu glauben).
  15. Werden ihm Unsere Verse vorgetragen, so sagt er: „Das sind doch nur erfundene Geschichten der Früheren!“

[1] Nūn ist einer der arabischen Buchstaben, mit denen einige Suren des Qur’ān beginnen. Diese Buchstaben haben, wenn sie für sich alleine stehen, keine Bedeutung. Dennoch enthalten sie Weisheit und Sinn, denn es gibt nichts, was sich im Qur’ān findet, das keine Weisheit in sich birgt. Eine dieser Weisheiten ist, dass damit auf den Qur’ān selbst hingewiesen wird, der an sich aus Buchstaben besteht, sich aus Buchstaben zusammensetzt. Meistens folgt diesen einzelnen Buchstaben, die eine Sure einleiten, ein Hinweis auf den Qur’ān selbst, wie etwa in der Sūrah al-Baqarah, deren ersten beiden Verse lauten: 1) Alif-Lām-Mīm. 2) Dieses Buch, an dem es keinen Zweifel gibt, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.

[2] Das heißt, Lohn für die Mühe, die der Gesandte Aḷḷāhs auf sich genommen hat, um die Botschaft Aḷḷāhs den Menschen zu übermitteln.

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