1. O Prophet, wenn gläubige Frauen zu dir (nach der Befreiung Mekkas) kommen und dir den Treueid leisten, Aḷḷāh nichts beizugesellen, keinen Diebstahl zu begehen, keinen illegalen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, ihre Kinder nicht zu töten und keine Lügen vor ihren Händen und Füßen[1] erfinden (indem sie Kinder, die durch illegalen Geschlechtsverkehr hervorgegangen sind, ihren Ehemännern zuzuschreiben) und sich dir nicht zu widersetzen in dem, was rechtens ist (wie z. B. das Verbot der Wehklage und andere verbotene Handlungen aufgrund von Trauer), dann nimm ihren Treueid an und bitte (danach) Aḷḷāh für sie um Vergebung. Denn wahrlich, Aḷḷāh vergibt ständig und ist gnädig.
  2. (Noch einmal wie bereits zu Beginn der Sūrah erwähnt): Ihr, die ihr glaubt, schließt nicht Freundschaft mit Leuten, denen Aḷḷāh zürnt. Sie haben die Erwartung des Jenseits (und die dortige Belohnung) aufgegeben,[2] so wie die Ungläubigen die Erwartung aufgegeben haben, dass jene, die in den Gräbern sind, jemals wiederauferstehen werden (da sie nicht daran glauben).[3]

 

Sūrah 61 aṣ-Ṣaff – die Reihe (medinensisch)

Mit dem Namen Aḷḷāhs, des an sich Gnadenvollen, des (gegenüber den Gläubigen besonders) Gnädigen (beginne ich, Seine Hilfe ersuchend, zu lesen).

  1. Alles in den Himmeln und auf Erden erklärt Aḷḷāh erhaben und heilig über jegliche Zuschreibung, die Seiner nicht geziemt und Er ist der Allüberlegene, der Allweise.
  2. Ihr, die ihr glaubt, warum sagt ihr, was ihr (in Wahrheit) nicht tut?
  3. Verabscheuenswert ist es aus der Sicht Aḷḷāhs, dass ihr sagt, was ihr nicht tut.
  4. Wahrlich, Aḷḷāh liebt diejenigen, die auf Seinem Weg in Reihen kämpfen, (einer dicht neben dem anderen) gleich einem fest zusammengefügten Bau.
  5. [4]Als Moses zu seinem Volk sprach: „Mein Volk, warum quält ihr mich (durch euren Ungehorsam), obwohl ihr doch wisst, dass ich ein Gesandter Aḷḷāhs bin, der zu euch geschickt wurde?“ Und als sie sich selbst (vom rechten Weg abwandten), da brauchte Aḷḷāh ihre Herzen zum Abschweifen,e, denn Aḷḷāh leitet ein frevelhaftes Volk nicht auf den rechten Weg.

[1] Wird ein Kind geboren, befindet es sich vor den Händen und Füßen der Mutter.

[2] Damit sind die damaligen Juden gemeint, die wussten, dass Muḥammad r der Gesandte Aḷḷāhs ist. Aus rassistischem Trotz widersetzten sie sich, da er r kein Nachkomme der Kinder Israels n, sondern seines Bruder Ismael n war.

[3] Oder: Sie haben die Erwartung des Jenseits (und die dortige Belohnung) aufgegeben, so wie die Ungläubigen unter den Grabesbewohnern die Hoffnung aufgegeben haben (da sie als Ungläubige gestorben sind).

[4] Nachdem Aḷḷāh beschrieb, welche Gläubige Er liebt, warnt Er im Folgenden vor der Zuwiderhandlung gegenüber den Propheten, wie im Falle vieler Anhänger von Moses n und Jesus n.

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