1. In ihnen (Abraham und seinen Gefolgsleuten) hattet ihr bereits ein schönes Beispiel für jeden, der auf Aḷḷāh hofft und dem letzten Tag entgegensieht. Was aber den betrifft, der sich abwendet, so ist Aḷḷāh es, Der Sich Selbst genügt und Der niemandes bedarf[1] und Der allen Lobpreises würdig ist.
  2. Vielleicht wird Aḷḷāh zwischen euch (Gläubigen) und jenen (Ungläubigen), mit denen ihr verfeindet seid, Zuneigung setzen (indem Er sie zum Islam führt). Aḷḷāh besitzt die Macht (ihre Herzen dem Glauben zuzuwenden) und Aḷḷāh ist vergebend (für die, die sich Ihm reuig zuwenden) und gnädig (mit Seinen Dienern).
  3. Aḷḷāh verbietet euch nicht, denen gegenüber, die nicht wegen eures Glaubens gegen euch gekämpft und euch nicht aus euren Häusern vertrieben haben, gütig und gerecht zu sein, denn wahrlich, Aḷḷāh liebt jene, die gerecht handeln.[2]
  4. Vielmehr verbietet Aḷḷāh euch, Freundschaft mit jenen zu schließen, die gegen euch gekämpft und euch aus euren Häusern vertrieben haben und die anderen geholfen haben, euch zu vertreiben. Diejenigen aber, die sie zu Freunden nehmen, jene sind die Ungerechten.
  5. Ihr, die ihr glaubt, wenn gläubige Frauen zu euch (nach dem Friedensvertrag von Ḥudaybiyyah[3]) als Auswanderer kommen, dann prüft sie (hinsichtlich der Aufrichtigkeit ihres Glaubens). Aḷḷāh weiß um ihren Glauben am besten Bescheid (deshalb ist die Prüfung zu euren Gunsten). Wenn ihr sie dann gläubig findet, schickt sie nicht zu ihren ungläubigen (Ehemännern) zurück. Weder sind gläubige Frauen ihnen zur Ehe erlaubt noch sind ungläubige Männer den gläubigen Frauen erlaubt. Gebt ihnen (den Ehemännern) jedoch das, was sie (als Morgengabe) für sie ausgegeben haben, zurück. Es ist kein Vergehen für euch, sie zu heiraten, nachdem ihr ihnen (den Ehefrauen) ihre Morgengabe gegeben habt. Und haltet nicht an der Ehe mit ungläubigen (oder vom Islam abgefallenen) Frauen fest (denn durch ihren Unglauben ist die Ehe beendet). Verlangt (von den Ungläubigen die Morgengabe) zurück, die ihr einst für sie ausgegeben habt und auch sie (die ungläubigen Männer) sollen das verlangen, was sie einst ausgegeben haben (für ihre Ehefrauen, die nun den Islam angenommen haben). Das ist das Urteil Aḷḷāhs. Er richtet zwischen euch. Aḷḷāh weiß alles und ist Allweise..
  6. Und wenn euch etwas durch eure Frauen bei den Ungläubigen verlorengeht (weil sie vom Glauben abgefallen und zu den Ungläubigen übergelaufen sind und diese euch die Morgengabe nicht zurückgeben) und ihr (bei den Ungläubigen) Beute macht, dann gebt ihnen (deren Ehefrauen weggegangen sind) jenen Anteil (von der Beute), den sie selbst (als Morgengabe einst für sie) ausgegeben haben. Nehmt euch vor Aḷḷāh, an Den ihr glaubt, in Acht!

[1] Oder: der (von allen) Unabhängige, Unbedürftige.

[2] Wie im Falle von ʼAsmāʼ, der Tochter von ʼAbū Bakr : Als ihre Mutter, eine Polytheisten, zu ihr kam, ordnete der Prophet  ihr an, den Kontakt mit ihr zu pflegen.

[3] Der Name der Ortschaft in der Nähe von Makkah, an dem ein zehnjähriger Friedensvertrag im Jahr 6. n. H. zwischen den Muslimen und den polytheistischen Mekkanern stattgefunden hat.

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