35. Auf ihren geschmückten Ruhebetten lagernd werden sie (zu ihrem Herrn und zu allem, was ihre Herzen erfreut) schauen.

36. Wurde den Ungläubigen etwa nicht vergolten, was sie zu tun pflegten?

 

Sūrah 84 al-Inšiqāq – die Spaltung (mekkanisch)

Mit dem Namen Aḷḷāhs, des an sich Gnadenvollen, des (gegenüber den Gläubigen besonders) Gnädigen (beginne ich, Seine Hilfe ersuchend, zu lesen).

  1. Wenn der Himmel (für die Engel zum Hinuntersteigen) gespalten wird,
  2. und seinem Herrn demütig gehorcht. Und so gehört es sich auch für sie!.
  3. Und wenn die Erde (wie zu gerbende Tierhaut) ausgebreitet wird,
  4. und auswirft, was sich in ihr (an Schätzen und Toten) befindet und sich davon befreit,
  5. und ihrem Herrn demütig gehorcht. Und so gehört es sich auch für sie!
  6. O Mensch, du mühst dich[1] regelrecht[2] ab zu deinem Herrn hin (durch gute oder schlechte Taten) und daraufhin wirst du Ihm begegnen![3]
  7. Was nun den betrifft, dem sein Buch (mit seinen darin verzeichneten Taten) in seine rechte Hand gegeben wird,[4]
  8. so wird er einer leichten Rechenschaft unterzogen werden (indem ihm seine Taten nur vorgeführt werden),
  9. und er wird (aufgrund seines Erfolges) freudig zu seinen Angehörigen zurückkehren.
  10. Was aber den betrifft, dem sein Buch hinter seinem Rücken (in seine linke Hand) gegeben wird,[5]
  11. so wird er selbst um seine Vernichtung bitten
  12. und ins Höllenfeuer eingehen.[6]
  13. Er lebte (im Diesseits) gewiss froh (über seinen Unglauben) unter seinen Angehörigen.
  14. Er meinte gewiss, dass er (nach dem Tod) nicht mehr auferweckt werden würde.
  15. Doch gewiss (wird er auferweckt werden)! Sein Herr sah stets (seinen Zustand).
  16. Aber nein (, er lag falsch)! Ich (Aḷḷāh) schwöre bei der Röte der Abenddämmerung
  17. und bei der Nacht und dem, was sie bedeckt,
  18. und beim Mond, wenn er seine Fülle erreicht hat:
  19. Ihr (Menschen) werdet[7] wahrlich von einem Zustand in den nächsten übergehen[8].
  20. Was ist also mit ihnen (den Ungläubigen), dass sie nicht glauben wollen
  21. und dass sie, wenn ihnen der Qur’ān vorgetragen wird, sich nicht anbetend (für ihren Herrn) niederwerfen?
  22. Vielmehr erklären die, die ungläubig sind, die Botschaft des Gesandten für eine Lüge.
  23. Aber Aḷḷāh weiß, was sie in ihrem Innersten hegen.
  24. Darum bringe ihnen die Nachricht qualvollen Leids,

25. Denjenigen aber, die glauben und gute Werke tun, wird Lohn ohne Ende zuteilwerden.

[1] Nach „kādiḥ“ ist nach der ḥimṣischen Zählung ein Versende.

[2] Nach „kadḥan“ ist nach der ḥimṣischen Zählung ein Versende.

[3] Hier ist nach allen außer der ḥimṣischen Zählung ein Versende.

[4] Hier ist nach der kufischen und ḥiǧāzischen Zählung ein Versende.

[5] Hier ist nach der kufischen und ḥiǧāzischen Zählung ein Versende.

[6] „yaṣlā“ nach der Mehrheit. Nach Nāfi‛ , Ibn Kaṯīr, Ibn ‛Āmir und Kisā’iyy: „yuṣallā“: „und ins Höllenfeuer geworfen“.

[7] „latarkabunna“ nach der Mehrheit des Lesarten. Nach Ibn Kaṯīr, Ḥamzah, Kiṣā’iyy und Ḫalaf: „latarkabanna“: „Du (Mensch) wirst usw.“

[8] Damit sind die Stadien der menschlichen Entwicklung gemeint von der Zeugung über die Geburt bis zum Tod und der darauffolgenden Auferstehung.

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