1. Es ist nicht so (wie sie behaupten, es gäbe keine Auferstehung). Fürwahr, das Verzeichnis der (Taten der) Schamlosen ist wahrlich in Siğğīn[1].
  2. Und was lässt dich (Gesandter Aḷḷāhs) wissen, was Siğğīn ist?
  3. Ein unabänderbares Buch (in der tiefsten Erde).
  4. Wehe an jenem Tag den Leugnern,
  5. Jenen, die den Tag des Gerichts leugnen!
  6. Und keiner leugnet ihn außer der Ruchlose, der die Grenzen Aḷḷāhs oft übertritt.
  7. Wenn ihm Unsere (dem Gesandten offenbarte) Verse vorgetragen werden, sagt er: „(Das sind doch nur) Geschichten aus alter Zeit (und nicht von Aḷḷāh)!“
  8. Nein, vielmehr hat das, was sie (an Sünden) zu tun pflegten, ihre Herzen eingehüllt.
  9. Nein, ihren Herrn zu sehen wird ihnen an jenem Tag fürwahr verwehrt bleiben.
  10. Dann werden sie wahrlich ins Höllenfeuer eingehen,
  11. und es wird gesagt werden: „Das ist es, was (im Diesseits) ihr stets geleugnet habt!“
  12. Nein! (Es ist nicht so, dass es kein Gericht gibt!) Das Verzeichnis (der Werke) der Gütigen ist wahrlich in ʿIlliyyūn[2].
  13. Und was lässt dich (Gesandter Aḷḷāhs) wissen, was ʿIlliyyūn ist?
  14. Ein unabänderbares Buch (im siebten Himmel im Paradies).
  15. Bei ihm gegenwärtig sind die (Aḷḷāh) nahen Engel.
  16. Die Gütigen werden sich (am Tag der Auferstehung) wahrlich in einem Zustand der Wonne befinden,
  17. auf geschmückten Ruhebetten lagernd werden sie (zu ihrem Herrn und zu allem, was ihre Herzen erfreut) schauen,
  18. Auf ihren Gesichtern wirst du den Glanz der Wonne erkennen.[3]
  19. Ihnen wird reiner Nektar aus einem versiegelten Gefäß zu trinken gegeben werden,
  20. Bei dessen letzten Tropfen der Duft von Moschus ausströmt und darum mögen die Wetteifernden (durch das Verrichten guter Werke) miteinander wetteifern.
  21. Ihm wird von Tasnīm[4] beigemischt sein,
  22. einer Quelle (im höchsten Paradies), aus der die Aḷḷāh Nahestehenden (im Gegensatz zu den anderen Paradiesbewohnern direkt) trinken.
  23. Die Übeltäter pflegten sich über die Gläubigen lustig zu machen,
  24. und wenn sie an ihnen vorübergingen, zwinkerten sie einander spöttisch zu,
  25. und wenn sie dann zu den Ihrigen zurückkehrten, scherzten sie (über den Spott, den sie mit den Gläubigen getrieben hatten),
  26. und wenn sie [die Gläubigen] sahen, sagten sie: „Sie sind wahrlich vom rechten Weg (ihrer Väter) abgeirrt!“
  27. [Die Übeltäter] aber sind nicht als Beobachter über [die Gläubigen] entsandt worden.
  28. Heute aber (am Tag der Auferstehung) werden die Gläubigen über die Ungläubigen lachen,

[1] Eigenname des Ortes, kommt von Saǧn, was „Enge“ bedeutet. Folglich ist Siǧīīn die „extrem Enge“.

[2] Eigenname des Ortes, kommt von ʽālī, was „hoch“ bedeutet. Folglich ist ʽIlliyyūn der „besonders hohe Ort“.

[3] Nach der Lesart der Mehrheit: taʽrifu, naḍrata.

Nach ’Abū Ǧaʽfar und Yaʽqūb: tuʽrafu, naḍratu: „Auf ihren Gesichtern erkennat man den Glanz der Wonne.“

[4] Kommt von Sanamah, was „Gipfel“ bedeutet, weil diese Quelle am höchsten Ort des Paradieses ist.

Aufrufe: 84