1. Haben Wir euch nicht aus einer verächtlichen Flüssigkeit erschaffen?
  2. Daraufhin setzten Wir diese an einen behüteten Ort (d.h. den Mutterleib)
  3. für eine festgesetzte Dauer (d.h. der Schwangerschaft).
  4. So haben Wir alles (die Eigenschaften und den Lebensweg des Neugeborenen betreffend) genau bemessen:[1] Wie trefflich Wir nur als Bemesser sind!
  5. Wehe an jenem Tag den Leugnern (der Allmacht Aḷḷāhs)!
  6. Haben Wir die Erde nicht umfassend genug gemacht (um euch alle aufzunehmen),
  7. die Lebenden und die Toten?
  8. Wir haben auf ihr festgegründete hoch aufragende (Berge) gemacht und euch Süßwasser zu trinken gegeben.
  9. Wehe an jenem Tag den Leugnern (der Wohltaten Aḷḷāhs)!
  10. (Zu ihnen wird gesagt werden:) „Begebt euch nun an jenen Ort, dessen Existenz ihr stets geleugnet habt!
  11. Begebt euch[2] in den Schatten (des Rauches des Höllenfeuers), der drei Abschnitte umfasst.
  12. Weder spendet er Kühlung noch nützt er gegen die Flamme des Höllenfeuers.“
  13. Denn sie schleudert Funken, jeder Einzelne so gewaltig wie ein Palast,
  14. (Funken), die schwarzen[3] Kamelen[4] gleichen.
  15. Wehe an jenem Tag den Leugnern (der Strafe Aḷḷāhs)!
  16. Das ist der Tag, an dem sie nichts sagen werden
  17. und es wird ihnen nicht erlaubt sein, (ihrem Herrn gegenüber für ihren Unglauben) eine Entschuldigung vorzubringen.
  18. Wehe an jenem Tag den Leugnern (dessen, was über diesen Tag berichtet wird)!
  19. Dies wird der Tag der Trennung sein, an dem Wir euch und die Früheren allesamt versammeln werden.
  20. Wenn euch also eine List zur Verfügung steht, so setzt sie gegen Mich ein (um der Strafe zu entkommen).
  21. Wehe an jenem Tag den Leugnern (des Tages der Trennung)!
  22. Die Achtsamen Aḷḷāh gegenüber aber werden sich inmitten von Schatten und an (fließenden) Quellen (süßen Wassers) befinden
  23. und Früchte vorfinden, welche auch immer sie begehren.
  24. (Zu ihnen wird gesagt werden:) „Esst und trinkt und lasst es euch wohlbekommen als Lohn für eure (guten) Werke!“
  25. Wahrlich, so belohnen Wir jene, die Gutes tun.
  26. Wehe an jenem Tag den Leugnern (dessen, was Aḷḷāh für jene, die sich vor Ihm in acht nehmen, vorbereitet hat)!
  27. (Zu ihnen wird gesagt:) „Esst und erfreut euch nur ein wenig (am Leben auf dieser Erde), ihr seid ja wahrlich Übeltäter (da ihr weder an Aḷḷāh noch an den letzten Tag glaubtet)!“
  28. Wehe an jenem Tag den Leugnern (der Vergeltung am Tag der Auferstehung)!
  29. Wenn zu ihnen gesagt wird: „Verbeugt euch (im Gebet)!“, so tun sie es nicht.[5]
  30. Wehe an jenem Tag den Leugnern (der Botschaft, die die Gesandten von Aḷḷāh überbrachten)!
  31. An welches Wort wollen sie denn dann nach diesem (Qur’ān) glauben (wo er doch die letzte Offenbarung ist)!?

[1] „faqaddarnā“ nach der Lesart von Nāfiʽ, Kisāʼiyy und ʼAbū Ǧaʽfar.

Nach der Mehrheit: „faqadarnā“: Entweder man übersetzt es genauso wie vorher oder: „So haben Wir dazu die Macht (die Eigenschaften und den Lebensweg des Neugeborenen betreffend festzulegen)“.

[2] „inṭaliqū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ruways: „inṭalaqū“: „Sie begaben sich (dann)“ aus der Perspektive der in die Vergangenheit zurückblickenden Zukunft.

[3] Wortwörtlich: gelbe Kamele, aber die Araber bezeichnen damit die Schwarzen, weil sie leicht gelblich sind, ähnlich wie man im Deutschen Menschen als rot und weiß bezeichnet.

[4] „ǧimālatun“ nach der Lesart Ḥafṣ, Ḥamzah, Kisāʼiyy und Ḫalaf.

Nach Ruways: „Ǧumālāt“: „(so lang und ineinander verschlungen wie) gelbbraune Schiffsseile“.

Nach der Mehrheit: „ǧimālāt“: Herden von Kamelen“.

[5] D. h. sie beten nicht.

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