1. In vielen Gesprächen, die sie (die Menschen) im Geheimen führen, liegt nichts Gutes, es sei denn, man fordert dabei zu Mildtätigkeit oder vernünftigem Handeln auf oder dazu, Frieden zwischen (sich streitende) Menschen zu stiften. Wer das aber tut, um das Wohlgefallen Aḷḷāhs zu finden, dem werden Wir[1] einen gewaltigen Lohn geben.
  2. Wer sich dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm der rechte Weg klargeworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen (aller) folgt, den werden Wir dem überlassen, was er für sich selbst gewählt hat. Wir werden ihn das Höllenfeuer erleiden lassen. Welch schlimmes Ende!
  3. Wahrlich, Aḷḷāh vergibt nicht, dass man Ihm etwas beigesellt[2] (vielmehr wird solch einer für immer in der Hölle bleiben), aber Er vergibt alle Vergehen, die geringer sind als dieses (aus Seiner Huld heraus), wem Er will. Wer aber neben Aḷḷāh anderem Göttlichkeit zuschreibt, der ist fürwahr weit abgeirrt (da er dadurch das Geschöpf auf die Stufe des Schöpfers stellt).
  4. Nichts anderes beten [die Polytheisten] neben Ihm an als Götzen (denen sie weibliche Namen geben, wie Lāt und ʽUzzā, die nichts bewirken können) und rufen so (eigentlich) keinen anderen an als einen aufrührerischen Satan (denn er hat sie dazu aufgerufen).
  5. Aḷḷāh hat ihn verflucht (und somit aus Seiner Gnade ausgeschlossen), und so sagte er: „Fürwahr, ich werde mir gewiss von Deinen Dienern einen bestimmten Teil nehmen,
  6. und ich werde sie wahrlich in die Irre führen und in ihnen (durch verlogene Versprechen, die ihr Irregehen ausschmücken) falsche Hoffnungen wecken und ihnen befehlen, dem Vieh die Ohren abzuschneiden[3]. Fürwahr, ich werden ihnen Befehle erteilen, und sie werden daraufhin die Schöpfung Aḷḷāhs (und die Fiṭrah) verändern. Wer immer aber den Satan an der Stelle Aḷḷāhs zu seinem Schutzherrn nimmt, der hat einen offenkundigen Verlust erlitten.
  7. Er macht ihnen falsche Versprechungen und weckt in ihnen nichtige Wünsche. Was immer der Satan ihnen aber auch verspricht, es ist nichts als Blendung.
  8. Jene sind es, deren Bleibe das Höllenfeuer sein wird, und sie werden keinen Ausweg aus ihm finden.

[1] „nuʽtīhi“ nach der Mehrheit des Lesarten.

Nach ʼAbū ʽAmr, Ḥamzah und Ḫalaf: „yuʽtīhi“: „wird Er“.

[2] Indem man diesem Geschöpf etwas zuschreibt, was allein Aḷḷāh gebührt.

[3] Als Zeichen, dass ein Tier einem Götzen geweiht worden war, wurden ihm die Ohren abgeschnitten.

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