1. Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht damit Aḷḷāh, und was den betrifft, der sich abwendet, so (sei nicht traurig, denn) wir haben dich nicht entsandt, damit du ihr Tun beaufsichtigst.
  2. [Die Heuchler] sagen: „Wir gehorchen dir.“ Wenn sie aber von dir weggehen, hecken einige von ihnen heimlich anderes aus, als das, was sie (dir) gesagt haben. Aḷḷāh aber verzeichnet, was sie im Verborgenen aushecken. Darum lass sie (sie können dir nicht schaden), und vertrau auf Aḷḷāh. Aḷḷāh genügt als Sachwalter.
  3. Denken sie denn nicht über den Qur’ān nach (sodass ihnen auffällt, dass er keinerlei Widersprüche beinhaltet)? Wäre er von einem anderen als Aḷḷāh, so würden sie darin mit Sicherheit zahlreiche Widersprüche finden.
  4. Wenn ihnen (den Heuchlern) etwas zu Ohren kommt, was Sicherheit oder Furcht (vor dem Feind) betrifft, dann verbreiten sie es überall (in der Öffentlichkeit selbst dann, wenn die Verbreitung schaden würde). Würden sie es aber (nur) dem Gesandten und jenen mitteilen, die unter ihnen Befehlsgewalt (und Wissen) besitzen, dann würden von ihnen fürwahr diejenigen, die es herauszufinden vermögen wissen (ob es öffentlich gemacht werden soll oder nicht). Wären nicht die Gunst (des Islam, die euch gewährt wurde) und die Gnade Aḷḷāhs (in Form des Qur’ān) mit euch, wahrlich, ihr wäret – bis auf einige wenige unter euch – alle dem Satan gefolgt.
  5. So kämpfe du (Gesandter Aḷḷāhs) auf dem Weg Aḷḷāhs (damit Sein Worte das Höchste ist). (Du wirst nicht nach den anderen gefragt werden) denn du bist nur für dich selbst verantwortlich. Sporne die Gläubigen (dazu) an. Aḷḷāh mag die Gewalt derer, die nicht glauben wollen, zurückhalten, denn Aḷḷāh verfügt über weit mehr Gewalt und ist strenger im Strafen.
  6. Wer Fürsprache für eine gute Sache einlegt, der erhält einen Anteil des Lohnes dafür. Und wer Fürsprache für eine üble Sache einlegt, der erhält einen Anteil an der Strafe. Aḷḷāh war schon immer Zeuge[1] (über jegliches Tun des Menschen).
  7. Und wenn euch ein Gruß entgegenbracht wird, dann antwortet mit einem noch schöneren Gruß oder erwidert ihn (in gleicher Weise), denn Aḷḷāh hat schon immer genauestens abgerechnet.[2]

[1] Muqīt bedeutet „Zeuge“ (Šahīd), aber auch „Wächter“ (Raqīb), „Bewahrer“ (Ḥāfiẓ).

[2] Wer also den Gruß schöner erwidert, darf mehr Lohn erwarten als jemand, der ihn gleichermaßen erwidert.

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