1. Auch ist es euch verboten, verheiratete Frauen zu ehelichen, außer jenen, die ihr (im Kampf auf dem Weg Aḷḷāhs als Gefangene) in Besitz genommen habt (nachdem ihre ʽIddah[1] ausgelaufen ist). Das ist Aḷḷāhs Verordnung für euch. Erlaubt sind[2] euch alle (Frauen) darüber hinaus, nämlich mit eurem Vermögen (nach Frauen) zu streben, um sie zu heiraten, nicht jedoch, um Unzucht zu treiben. Und gebt jenen, die ihr (im Vollzug der Ehe) genossen habt, ihre Brautgabe als Pflicht. Es ist jedoch kein Vergehen für euch, wenn ihr über diese Vorschrift hinaus – in gegenseitigem Einverständnis – eine Übereinkunft trefft (d.h. über eine höhere oder geringere Brautgabe), denn wahrlich, Aḷḷāh ist wusste schon immer alles und ist seit jeher weise.
  2. Wer von euch aber nicht vermögend genug ist, um freie gläubige Frauen zu heiraten, der soll eine von den (dem Anschein nach) gläubigen Sklavinnen heiraten. Aḷḷāh kennt [die Wahrhaftigkeit eures] Glaubens am besten, und die einen von euch stammen ja von den anderen (d.h. ihr seid, ob frei oder Sklave, unabhängig von eurem sozialen Status, alle eines Glaubens und Teil der einen Menschheit). So heiratet sie mit der Erlaubnis ihrer Angehörigen (die ihre Eigentümer sind), und gebt ihnen ihre Morgengabe auf gerechte Weise, wenn sie ehrbar sind, keine Unzucht betreiben und sich nicht heimlich Liebhaber nehmen. Wenn sie dann verheiratet sind und sich danach der Unzucht schuldig machen, so sollen sie die Hälfte der Strafe erhalten, die einer freien Frau gebührt (nämlich nur 50 Peitschenhiebe und keine Steinigung). Dies (nämlich die Erlaubnis gläubige Sklavinnen zu heiraten) ist eine Erleichterung für jene unter euch, die fürchten in Bedrängnis zu geraten (und Unzucht zu begehen, aber nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, eine freie gläubige Frau zu ehelichen). Wenn ihr aber geduldig seid, so ist es besser für euch (keine Sklavinnen zu heiraten, um zu vermeiden, Kinder zu bekommen, die als Sklaven geboren werden). Aḷḷāh vergibt (Seinen Dienern) ständig und ist (ihnen) gnädig.
  3. Aḷḷāh möchte euch (mit diesen Gesetzen Seine Gebote) deutlich machen (was für euch von Nutzen ist), euch zur Lebensweise derer (Propheten) leiten, die vor euch waren und Sich euch (in Barmherzigkeit) zuwenden, denn Aḷḷāh ist weiß (worin der Nutzen Seiner Diener steckt) und ist weise (in Seiner Gesetzgebung).

[1] Das ist die Zeit, die nach einer Scheidung u. ä. verstreichen muss, bevor die Frau erneut heiraten darf.

[2] „’uḥilla“ nach der Lesart von Ḥafṣ, Ḥamzah, Kisā’iyy, ʼAbū Ǧaʽfar und Ḫalaf.

Nach der Mehrheit: „’aḥalla“: „Erlaubt hat Er“.

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