1. Und wenn ihr eine Ehefrau gegen eine andere eintauschen wollt (indem ihr euch von einer Ehefrau scheiden lassen und eine andere heiraten wollt) und ihr der einen ein größeres Vermögen (als Brautgabe) gegeben habt, dann nehmt nichts davon wieder zurück. Wollt ihr es denn zurücknehmen und dadurch eine Verleumdung begehen und offensichtlich Schuld auf euch laden?[1]
  2. Wie könnt ihr es wieder an euch nehmen, wo ihr einander Zuneigung geschenkt (und euch eure Geheimnisse anvertraut habt) und sie mit euch einen festen Bund (nämlich den der Ehe) geschlossen haben?
  3. Und heiratet keine Frauen, die zuvor bereits eure Väter geheiratet haben – es sei denn, es ist bereits (vor Herabsendung dieser Verse) geschehen. Wahrlich, das wäre eine Abscheulichkeit und (Aḷḷāh) verhasst. Welch übler Weg!
  4. Verboten (zur Heirat) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits und eure Tanten mütterlicherseits, die Töchter eures Bruders und die Töchter eurer Schwester, eure Ammen, die euch gestillt haben, eure Milchschwestern und die Mütter eurer Frauen und auch eure Stieftöchter, die (ja meistens) in euren Häusern aufwachsen, von jenen Frauen, mit denen ihr die Ehe vollzogen habt. Habt ihr die Ehe aber noch nicht vollzogen, so ist dagegen nichts einzuwenden. (Verboten sind euch) auch die Ehefrauen eurer leiblichen Söhne und ebenso ist es euch verboten, mit zwei Schwestern gleichzeitig verheiratet zu sein – es sei denn, es ist bereits (vor Herabsendung dieser Verse) geschehen, denn fürwahr, Aḷḷāh hat schon immer viel vergeben und ist seit jeher gnädig.

[1] Eine Verleumdung der ersten Ehefrau wäre es deshalb, weil der Ehemann nur dann die Brautgabe oder einen Teil davon bei der Scheidung zurückverlangen darf, wenn die Ehefrau eine moralische Verfehlung begangen hat und damit Ursache der Scheidung ist (Anm.d.Ü.).

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