Sūrah 4 an-Nisā‘ – die Frauen

Mit dem Namen Aḷḷāhs, des an sich Gnadenvollen, des (gegenüber den Gläubigen besonders) Gnädigen (beginne ich, Seine Hilfe ersuchend, zu lesen).

  1. Ihr Menschen! Nehmt euch vor eurem Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen (nämlich aus Adam) erschaffen hat, in Acht. Aus ihm erschuf Er Seine Partnerin (Eva), und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen hervorgehen und sich (auf Erden) verbreiten. Nehmt euch vor Aḷḷāh, in dessen Namen ihr einander bittet (indem ihr sagt: „Ich bitte dich in Gottes Namen“), in Acht und achtet die Verwandtschaftsbande. Denn wahrlich, Aḷḷāh wachte schon immer über euch.
  2. Übergebt den Waisen (d.h. denjenigen, die noch vor der Pubertät ihren Vater verloren haben) ihr Vermögen (wenn sie die gesetzliche Reife erreicht haben), und tauscht nicht (eure eigenen) schlechte(n wertlosen) Dinge gegen (ihre) guten (wertvollen) ein, und verzehrt nicht ihr Vermögen zusammen mit eurem eigenen, denn so etwas war fürwahr schon immer ein schweres Vergehen.
  3. Wenn ihr fürchtet, hinsichtlich (weiblicher) Waisen (die sich unter eurem Schutz befinden) nicht gerecht sein zu können (wenn ihr sie heiratet), dann heiratet lieber andere Frauen, die gut (für euch) sind, zwei, drei oder (höchstens) vier. Wenn ihr aber fürchtet, dass es euch nicht möglich sein wird, (sie) gleich zu behandeln, dann nur eine, oder (genießt) was ihr an Sklavinnen besitzt. So könnt ihr am ehesten vermeiden, Unrecht zu tun.
  4. Und gebt den Frauen ihre Brautgabe als (verpflichtendes) Geschenk, und wenn sie euch etwas davon freiwillig erlassen, dann verbraucht es bedenkenlos mit Genuss.
  5. Gebt nicht jenen, denen es (noch) an Urteilsvermögen mangelt, euer Vermögen, das Aḷḷāh euch als Unterhalt (für sie) gegeben hat. Versorgt und kleidet sie davon, und sprecht freundliche Worte zu ihnen (dass sie nämlich, sobald sie die nötige Reife und Urteilskraft erreicht haben, selbst über ihr Vermögen verfügen).
  6. Prüft die Waisen, wenn sie das heiratsfähige Alter erreicht haben (indem ihr ihnen einen Teil ihres Vermögens zur freien Verfügung übergebt). Wenn ihr dann erkennt, dass sie vernünftig (damit) umgehen, dann übergebt ihnen ihr (gesamtes) Vermögen. Und (wenn ihr aus Armut von ihrem Vermögen verzehren müsst, dann) verbraucht es nicht verschwenderisch und hastig, ehe sie erwachsen werden (nämlich aus Furcht, dass er dann nicht mehr für euch zur Verfügung steht). Wer aber von euch reich ist, der soll sich (des Vermögens der Waise, die unter seinem Schutz steht) enthalten, und wer arm ist, der soll in fairem Maße davon ausgeben. Wenn ihr ihnen dann ihr Vermögen aushändigt, dann lasst dies bezeugen, wenn auch Aḷḷāh als Zeuge, der abrechnet, genügt.

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