1. Da erhörte ihr Herr sie (und sprach): „Ich werde fürwahr keines eurer Werke verlorengehen lassen, sei der, der es getan hat, nun ein Mann oder eine Frau; die einen von euch sind von den anderen (d.h. ihr gehört alle zu ein und derselben Gemeinschaft). Jene, die ausgewandert sind und jene, die (von den Ungläubigen) aus ihren Häuser vertrieben wurden und um Meinetwillen Leid erduldet haben, die gekämpft haben und gefallen sind[1], deren Vergehen werden Wir gewiss tilgen. Wir werden sie wahrlich in Gärten durcheilt von Bächen eingehen lassen als Lohn von Aḷḷāh. Bei Aḷḷāh ist die schönste Belohnung.“
  2. Lass dich auf keinen Fall dadurch täuschen,[2] dass die Ungläubigen im Land scheinbar schalten und walten, wie es ihnen beliebt.
  3. Es ist nur ein kurzer Genuss, dann aber wird das Höllenfeuer ihre Bleibe sein. Welch eine schlimme Lagerstatt!
  4. Jene aber, die sich vor ihrem Herrn in Acht zu nehmen pflegten, werden Gärten haben, durcheilt von Bächen, um darin (ewig) zu verweilen: eine Bewirtung von Aḷḷāh. Was sich bei Aḷḷāh befindet ist besser für die Gütigen (als das, was die Ungläubigen im Diesseits haben).
  5. Siehe, unter den Leuten der Schrift gibt es manche, die an Aḷḷāh glauben und an das, was zu euch hinabgesandt wurde und was zu ihnen hinabgesandt wurde. Sie sind voll Demut gegenüber Aḷḷāh, und sie verkaufen Aḷḷāhs Zeichen nicht um einen geringen Preis. Jene sind es, die ihren Lohn bei ihrem Herrn haben werden, denn fürwahr, Aḷḷāh ist schnell im Abrechnen.
  6. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seine Gesandten) glaubt! Seid geduldig (hinsichtlich der Bestimmungen Aḷḷāhs) und übertrefft (eure Feinde) in Geduld! Seid aufmerksam[3] (hinsichtlich eurer Feinde) und nehmt euch vor Aḷḷāh stets in Acht, sodass ihr vielleicht erfolgreich sein werdet.

[1] „wa-qātalū wa qutilū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ḥamzah, Kisā’iyy und Ḫalaf: „qutilū wa qātalū“: „die gefallen sind und gekämpft haben“.

Nach Ibn Kaṯīr und Ibn ʽĀmir: „wa-qātalū wa quttilū“: „die gekämpft haben und zahlreich gefallen sind“.

[2] „yaġurrannaka“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ruways: „yaġurranka“: „Lass dich nicht dadurch täuschen“.

[3] Das im Arabischen verwendete Wort „rābiṭū“ kommt vom Verb „rabaṭa“, was „festbinden“ bedeutet. Ursprünglich wurde es für das Festbinden eines Pferdes verwendet, das sich auf einem Wachposten befindet. Man band es fest, damit es nicht durch den Feind vor Schreck flieht. Folglich steht es für Standhaftigkeit, aber auch für die aufmerksame Bewachung von Grenzen, durch die der Feind hineinstürmen könnte.

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