1. Und (erwähne, Gesandter Aḷḷāhs) dass Aḷḷāh ein Abkommen mit jenen (Gelehrten unter den Juden und Christen) des Volkes der Schrift schloss: „Ihr sollt den Menschen [die Schrift] deutlich kundtun und sie nicht verbergen!“[1] Sie aber warfen [dieses Abkommen] hinter ihren Rücken und verkauften es gegen einen geringen Gewinn (wie Ansehen und Vermögen). Wie übel aber ist das, was sie dafür erworben haben!
  2. Du (Gesandter Aḷḷāhs) sollst[2] ja nicht meinen, dass jene, die sich an ihren (Übeltaten) erfreuen und es lieben, dass sie für etwas gelobt werden, was sie (an Gutem) gar nicht getan haben – denke nicht[3], dass sie dem Leiden entrinnen werden, denn auf sie wartet schmerzliches Leid.
  3. Aḷḷāh allein gehört das Reich der Himmel und der Erde inne. Aḷḷāh ist zu allem fähig.
  4. Wahrlich, in der Erschaffung der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag liegen (auf Aḷḷāh und Sein Recht auf Anbetung hinweisende) Zeichen für die, die Verstand besitzen.
  5. Es sind diejenigen, die Aḷḷāhs (beständig) gedenken, wenn sie stehen und wenn sie sitzen und wenn sie sich hinlegen, die über die Erschaffung von Himmel und Erde nachdenken (und sagen): „Unser Herr, Du hast all das nicht ohne Sinn und Zweck erschaffen! Erhaben bist Du (über solche Sinnlosigkeit)! So bewahre uns (durch Deine Unterstützung, indem wir Gutes tun und Schlechtes meiden) vor der Qual des Höllenfeuers!
  6. Unser Herr, wen Du ins Höllenfeuer eingehen lässt, den hast Du damit in Schande gestürzt, und die Ungerechten werden (am Tag der Auferstehung) keine Helfer haben (die sie vor der Strafe bewahren könnten)!
  7. Unser Herr, wir haben einen Rufer (nämlich Deinen Propheten Muḥammad) gehört, der zum Glauben aufruft (mit den Worten): »Glaubt an euren Herrn (als einen einzigen Gott)!« Und so glauben wir. Unser Herr! Vergib uns unsere Sünden (indem Du uns nicht bloßstellst), und sei nachsichtig gegenüber unseren Vergehen (indem Du uns nicht bestrafst), und lass uns als Gütige sterben!
  8. Unser Herr! Gib uns das, was Du uns durch Deine Gesandten verheißen hast, und erniedrige uns am Tag der Auferstehung nicht! Wahrlich, Du brichst Dein Versprechen niemals.“

[1] „latubayyinunnahū/taktumūnahū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ‛Amr und Šuʽbah: „latubayyinunnahū/taktumūnahū“: „Und (erwähne, Gesandter Aḷḷāhs) dass Aḷḷāh ein Abkommen mit jenen (Gelehrten unter den Juden und Christen) des Volkes der Schrift schloss, dass sie den Menschen [die Schrift] deutlich kundzutun und sie nicht zu verbergen haben!“

[2] „taḥsabanna/taḥsibanna“ nach der Hälfte der Lesarten.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ‛‛Amr, Nāfiʽ (yaḥsibanna), Ibn ʽĀmir und ʼAbū Ǧaʽfar (yaḥsabanna): „Man soll“.

[3] „taḥsabannahum/taḥsibannahum“ nach der Mehrheit der Lesarten.

Nach Ibn Kaṯīr und ʼAbū ‛‛Amr: „yaḥsibannahum“: „Man soll nicht denken“.

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