1. Was euch an jenem Tag (bei ’Uḥud an Leid und Niederlage) widerfuhr, als die beiden Scharen im Kampf aufeinandertrafen, geschah mit der Erlaubnis Aḷḷāhs und damit Er die (wahrhaft) Gläubigen zum Vorschein bringt
  2. und damit Er jene kennzeichne, die heuchelten und, als zu ihnen gesagt wurde: „Kommt, und kämpft auf dem Weg Aḷḷāhs“ oder „Wehrt (sie wenigstens) ab (indem ihr unsere Anzahl groß erscheinen lasst“, antworteten: „Wenn wir wüssten, dass es zu einem Kampf kommen wird, so würden wir gewiss mit euch ziehen (aber wir glauben nicht, dass es dazu kommen wird).“ An diesem Tag standen sie dem Unglauben näher als dem Glauben und sprachen mit ihrem Munde etwas aus, was nicht in ihrem Herzen war. Aḷḷāh aber wusste am besten, was sie verbergen.
  3. Es sind diejenigen, die, während sie selbst zuhause blieben, von ihren Brüdern sagten: „Hätten sie auf uns gehört, dann wären sie nicht getötet[1] worden.“ Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Dann wendet doch den Tod von euch ab, wenn ihr ehrlich seid!“
  4. Aber (Gesandter Aḷḷāhs) denke nicht,[2] dass jene, die auf dem Weg Aḷḷāhs gefallen sind[3], tot wären. Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt (mit jeglichem Wohlgenuss, den allein Aḷḷāh kennt).
  5. Sie erfreuen sich an dem, was Aḷḷāh ihnen von Seiner Gnadenfülle zuteilwerden lässt und freuen sich auf das Eintreffen jener (ihrer Brüder), die ihnen noch nicht gefolgt sind (und noch im Kampf fallen werden), sodass sie keinerlei Furcht zu haben brauchen noch traurig sind.
  6. Sie sind voll Freude über den (noch kommenden) Lohn Aḷḷāhs und Zusätzliches und darüber, dass[4] Aḷḷāh den Lohn der Gläubigen nicht verloren gehen lässt.
  7. Es sind jene, die dem Befehl Aḷḷāhs und Seines Gesandten Folge leisteten[5], nachdem sie bereits (in ’Uḥud) verwundet worden waren – für diejenigen unter ihnen, die Gutes tun und sich vor Aḷḷāh in Acht nahmen, wird es einen gewaltigen Lohn geben,
  8. jene, zu denen die Leute sagten: „Seht, eine Schar hat sich bereits (unter der Führung von ʼAbū Sufyān[6]) gegen euch zusammengerottet! Fürchtet euch vor ihnen!“ Das aber vermehrte nur ihren Glauben, und sie sagten: „Uns genügt Aḷḷāh, und Er ist der beste Sachwalter!“

[1] „qutilū“ nach der Lesart der Mehrheit:

Nach einer Version von Hišām: „quttilū“: „zermetzelt“.

[2] „taḥsibanna”/taḥsabanna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach einer Version von Hišām: „yaḥsibanna“: „Keiner soll ja denken“

[3] „qutilū“ nach der Lesart der Mehrheit:

Nach einer Version von Hišām: „quttilū“: „zermetzelt wurden“.

[4] „wa-ʼanna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Kisāʼiyy: „wa-ʼinna“: „Zusätzliches. Wahrlich, Aḷḷāh lässt den Lohn der Gläubigen nicht verlorengehen.“

[5] Hier sind diejenigen gemeint, die, nach der Schlacht von  ʼUḥud, den Propheten auf dem Feldzug von „Ḥamrāʼ al-ʼAsad“ begleiteten. Dies fand ein Tag nach der Schlacht von ʼUḥud statt, nämlich am Sonntag, den 8. Šawwāl im Jahr 3 n. H. (siehe ar-Raḥīq al-Maḫtūm, die Biografie des Propheten“, ISBN 978-3-943812-29-9, Darulkitab Verlagshaus).

[6] Er war bei dem Ereignis von Ḥamrāʼ al-ʼAsad noch kein Muslim, erst im 8. Jahr n. H., als der Prophet Makkah einnahm. Ein Mann versuchte den Gläubigen Angst einzuflößen, indem er sie vor ʼAbū Sufyān und seinen Männern warnte. Doch ihre Feinde machten aufgrund der Standhaftigkeit der Gläubigen einen Rückzieher.

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