1. Denn, wahrlich, wenn ihr sterbt (auf welche Weise auch immer) oder getötet werdet, so werdet ihr doch allesamt vor Aḷḷāh versammelt werden.
  2. Aufgrund Aḷḷāhs Gnade (und der sanften Wesensart, die Er dir gab) warst du milde ihnen gegenüber (nämlich gegenüber jenen seiner Gefährten, die bei ’Uḥud seinen Befehl missachtet hatten). Wärst du (mit deinen Worten und Handlungen) grob und auch hartherzig gewesen, so wären sie dir in alle Richtungen davongelaufen. Darum sei nachsichtig mit ihnen, bitte Aḷḷāh für sie um Vergebung, und ziehe sie (in allen Angelegenheiten, die dies erfordern) zu Rate. Und wenn du dich dann (für eine Handlung) entschlossen hast, vertraue auf Aḷḷāh, denn Aḷḷāh liebt jene, die (auf Ihn) vertrauen (und so unterstützt Er sie).
  3. Wenn Aḷḷāh euch zur Seite steht, dann kann euch keiner besiegen. Wenn Er euch aber euch selbst überlässt, wer sollte euch dann nach Ihm noch helfen können? Auf Aḷḷāh allein aber sollen die Gläubigen vertrauen.
  4. Keinem Propheten steht es zu, etwas (von der Beute) zu veruntreuen[1]. Wer etwas veruntreut, wird am Tag der Auferstehung das, was er veruntreut hat, herbeitragen (und so vor allen Menschen bloßgestellt). Dann wird jedem Menschen vergolten werden, was er getan hat, und keinem wird Unrecht getan.
  5. Ist denn etwa der, der (durch seinen Glauben und gute Werke) nach dem Wohlgefallen Aḷḷāhs strebt, dem gleich, der mit dem Zorn Aḷḷāhs (durch seinen Unglauben und schlechte Taten zu Ihm am Tag der Auferstehung) heimkehrt und dessen Bleibe das Höllenfeuer sein wird? Welch ein schlimmes Ende!
  6. Bei Aḷḷāh nehmen sie (sowohl im Diesseits als auch im Jenseits) verschiedene Rangstufen ein, und Aḷḷāh sieht alles, was sie tun.
  7. Fürwahr, Aḷḷāh hat den Gläubigen eine Gunst erwiesen, als Er einen von ihnen als Gesandten zu ihnen (nämlich Muḥammad r in erster Linie zu seinem eigenen Volk) schickte, damit er ihnen Seine (qurʼānischen) Verse vortrage, sie (vom Polytheismus und schlechten Charakter) reinige und das Buch (des Qur’ān) und die Weisheit (nämlich die Sunnah des Propheten r) lehre. Denn fürwahr, zuvor hatten sie sich in offenkundigem Irrtum befunden.
  8. Als euch nun ein Unglück traf (nämlich die Niederlage in ’Uḥud), nachdem ihr ihnen (d.h. euren Feinden in Badr) doch das Doppelte an Leid (wie Getötete und Gefangene) zugefügt hattet, habt ihr euch gefragt: „Wie kann das sein (wo wir doch Gläubige sind und der Prophet r mitten unter uns ist)?“ Sag: „Es kommt von euch selbst.“ Wahrlich, Aḷḷāh hat zu allem die Macht (und verleiht den Sieg, wem Er will).

[1] „yaġulla“ nach der Lesart von Ibn Kaṯīr, ʼAbū  ͑Amr und   ͑Āṣim.

Nach der Mehrheit: „yuġalla“: „dass er (hinsichtlich der Beute) betrogen wird“.

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