1. An einem Tag, an dem jeder Mensch sich dem gegenübersehen wird, was er an Gutem getan hat und was er an Schlechtem getan hat, wird er wünschen, dass sich zwischen ihm (dem Menschen) und eben jenem Tag[1] noch eine weite Zeitspanne befände. Aḷḷāh warnt euch vor Sich Selbst!! Aḷḷāh aber ist äußerst gnädig gegenüber Seinen Dienern (und darum warnt Er euch).
  2. Sag: „Wenn ihr Aḷḷāh liebt, dann folgt mir, und Aḷḷāh wird euch lieben und euch eure Sünden vergeben. Aḷḷāh vergibt (den Bereuenden) ständig und ist gnädig.“
  3. Sag: „Gehorcht Aḷḷāh, und gehorcht dem Gesandten!“ Wenn sie sich aber abwenden – fürwahr, Aḷḷāh liebt die Ungläubigen nicht.
  4. Wahrlich, Aḷḷāh hat Adam, Noah, das Haus Abrahams und das Haus ʽImrāns vor allen Welten auserwählt,
  5. sind eine der anderen Nachkommenschaft.[2] Aḷḷāh hört (die Aussagen Seiner Diener) und weiß (um alles) Bescheid.
  6. Damals, als die Frau ʿImrāns (d. h. die Mutter Marias) sagte: „Herr, ich gelobe, Dir das zu weihen, was sich in meinem Schoß befindet.[3] So nimm es von mir an, denn wahrlich, Du bist Der, der (mein Bittgebet) erhört und (meine Absicht) kennt!“
  7. Als sie es geboren hatte, sagte sie (sich entschuldigend): „Herr, ich habe ein Mädchen geboren.“ Aḷḷāh aber wusste am besten, was sie zur Welt gebracht hatte.[4] Der Junge (auf den sie gehofft hatte) ist nicht wie das Mädchen (das sie schließlich gebar).[5] „Ich habe sie Maria genannt, und fürwahr, ich suche Deinen Schutz für sie und ihre Nachkommen vor dem verfluchten Satan (dem Deine Gnade verwehrt bleibt).“
  8. So nahm ihr Herr ihr Gelöbnis in Güte an, ließ Maria in schöner Weise heranwachsen und gab sie in die Obhut[6] des Zacharias.[7] Jedes Mal aber, wenn Zacharias zu ihr in die Gebetsnische trat, fand er bei ihr Speisen vor, und er pflegte sie zu fragen: „Maria, woher hast du das?“ Und sie antwortete stets: „Es ist von Aḷḷāh. Wahrlich, Aḷḷāh gewährt Versorgung wem Er will, ohne jede Abrechnung.“

[1] Oder: zwischen ihm (d. h. dem Menschen) und ihnen (d. h. seinen schlechten Taten)“.

[2] Sie haben den Tauḥīd, das Wissen und die charakterlichen Vorzüge einander weitergegeben.

[3] Sie wollte einen Sohn, der sich ausschließlich in den Dienst der ’Aqṣā-Moschee begibt.

[4] „waḍaʽat“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir, Šuʽbah und Yaʽqūb: „Aḷḷāh weiß am besten, was ich zur Welt gebracht habe.“

[5] Sie konnte ein Mädchen aufgrund ihrer Scham und monatlichen Blutungen nicht dem Dienste der Moschee widmen.

[6] „kaffalahā“ nach der Lesart ʽĀṣim, Ḥamzah, Kisā’iyy und Ḫalaf.

Nach der Mehrheit: „kafalahā“: „Zacharias hat sie in seine Obhut genommen.“

[7] Seine Frau war die Tante Marias mütterlicherseits.

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