1. Er ist der Herr der beiden Orte des Aufgangs der Sonne und der beiden Orte ihres Untergangs (im Sommer und im Winter).
  2. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie den Sonnenaufgang und -untergang) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  3. Er vereint die beiden Wassermassen (die des Salzwassers und des Süßwassers), die aufeinandertreffen (sodass an der Stelle ihres Aufeinandertreffens zunächst beide mit freiem Auge noch deutlich getrennt voneinander zu erkennen sind).
  4. Zwischen ihnen ist eine Barriere, die beide nicht überschreiten (sodass das Süßwasser süß und das Salzwasser salzig bleibt).
  5. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie die Meere) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  6. Beide Gewässer bringen Perlen, große und kleine, hervor[1].
  7. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie die Perlen der Meere) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  8. Und Sein (ist die Verfügung über) die Schiffe, die die Meere, Bergen gleich, durchziehen.
  9. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie das Fahren Schiffe auf den Meeren) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  10. Alle, die sich auf ihr (der Erde) befinden, werden vergehen,
  11. nur das Antlitz deines Herrn (Gesandter Aḷḷāhs) bleibt bestehen, Desjenigen, Dem Majestät und Großzügigkeit eigen sind.
  12. Welche der vielen Wohltaten (wie die Großzügigkeit) eures Herrn wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  13. Alle, die sich in den Himmeln (an Engeln) und auf Erden (an Menschen und Ǧinn) befinden, richten ihre Bitten an Ihn, jeden Tag ist Er mit einer Angelegenheit (wie das Schenken oder Nehmen von Leben) befasst.
  14. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie Erhörung eurer Gebete) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  15. Bald aber werden Wir Uns euch widmen[2] (um euch zur Rechenschaft zu ziehen), ihr Menschen und Ğinn!
  16. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie etwa die Belohnung am Tag der Auferstehung) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  17. (Am Tag der Auferstehung wird Aḷḷāh sagen:) „Ihr Ğinn und ihr Menschen! Wenn ihr imstande seid, die Himmel und die Erde zu durchdringen (um nun der Strafe zu entkommen), dann tut das. Ihr aber werdet dazu nicht imstande sein, es sei denn, ihr werdet dazu ermächtigt (wer aber sollte euch diese Macht verleihen?).“
  18. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie etwa diese Vorwarnung) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  19. Eine rauchlose Feuerflamme wird gegen euch geschickt werden[3] und Qualm[4] (dem jede Flamme fehlt) und ihr werdet dem nicht entgehen können.
  20. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (die ihr im Diesseits genießt) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  21. Wenn sich der Himmel spaltet (damit die Engel herabkommen) und rot leuchtet, wie Öl[5].
  22. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (wie etwa der Himmel als euer Dach) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?
  23. An jenem Tag wird weder Mensch noch Ğinn nach seinen Vergehen befragt (denn Aḷḷāh weiß, was sie getan haben).
  24. Welche der vielen Wohltaten eures Herrn (die ihr im Diesseits genießt) wollt ihr beide (Menschen und Ğinn) da leugnen?

[1] „yaḫruǧu“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʿ, ʼAbū ʿAmr, ʼAbū Ǧaʽfar und Yaʽqūb: „yuḫrağu“: „werden hervorgebracht“.

[2] „sa-nafruġu“ nach der Mehrheit.

Nach Ḥamzah und al-Kisā’iyy: „sa-yafruġu“: „wird Er Sich euch widmen“.

[3] Hier endet nach der ḥiǧāzischen Zählung ein Vers.

[4] „nuḥāsun“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ʽAmr und Rauḥ: „nuhāsin“: „Eine rauchlose Feuerflamme wird gegen euch geschickt werden und (eine Feuerflamme mit) Qualm“.

[5] D. h. hinsichtlich der Leuchtkraft wenn auch die Farbe anders sein mag. Oder aber das Wort Dihān bezieht sich auf rotes Leder.

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