1. Und setz sie davon in Kenntnis, dass das Wasser (ihres Brunnens) zwischen ihren und der (besitzerlosen) Kamelstute zu teilen ist, jeder zu seiner festgesetzten Trinkzeit allein.
  2. Da riefen sie ihren Gefährten (damit er die Kamelstute töte) und er griff (nach seinem Schwert) und tötete sie.
  3. Wie (ihr Bewohner Mekkas) sahen die von Mir verhängte Strafe und Meine Warnung aus!
  4. Wir sandten einen einzigen Schrei[1] über sie, da glichen sie dem dürren Geäst desjenigen, der (es) zur Einzäunung (seines Viehs) als Gehege verwendet.
  5. Wir haben den Qurʼān zur Ermahnung leicht verständlich gemacht. Gibt es also einen, der sich ermahnen lässt?
  6. Auch das Volk Lots bezeichnete alle Warnungen (ihres Gesandten Lot) als Lüge.
  7. Da sandten Wir einen Sturm, der Steine auf sie schleuderte. Nur die Familie Lots (mit Ausnahme seiner Ehefrau) retteten Wir am Ende der Nacht (bevor die Strafe eintraf),
  8. als eine Gnade von Uns, und so belohnen Wir die, die dankbar sind.
  9. Er hatte sie vor Unserem wewaltsamen Packen gewarnt, sie aber stritten nur über die Warnungen (und wiesen sie zurück).
  10. Sie wollten ihm ja seine Gäste (die Engel in Gestalt von Männern) abspenstig machen (um mit ihnen das Abscheuliche zu begehen). Da nahmen Wir ihnen das Augenlicht und sagten: „Kostet nun Meine Strafe und die Folgen Meiner Warnungen!“
  11. Am Morgen traf sie sodann das Leid, das für sie andauern wird (bis sie die Strafe des Jenseits einholt).
  12. So kostet Meine Strafe und die Folgen Meiner Warnungen!
  13. Wir haben den Qurʼān zur Ermahnung leicht verständlich gemacht. Gibt es also einen, der sich ermahnen lässt?
  14. Die Warnungen erreichten auch die Leute des Pharaos (durch Moses und Aaron).
  15. Sie leugneten Unsere Zeichen alle und so bestraften Wir sie mit Leid, das nur der Allüberlegene zu verhängen vermag, Der zu allem fähig ist.
  16. Sind eure Ungläubigen (ihr Leute von Mekka) etwa besser als jene (zuvor genannten) oder wurdet ihr vielleicht in den Offenbarungsschriften freigesprochen?
  17. Oder sagen sie (die Ungläubigen Mekkas): „Gemeinsam werden wir gewiss (gegen jene) siegen (die uns versuchen zu spalten)“?
  18. Die Gemeinschaft (der Ungläubigen) aber wird (bei der Schlacht von Badr) besiegt werden und sie werden (den Gläubigen) den Rücken kehren.
  19. Vielmehr ist die Stunde (die sie leugnen) ihr Zeitpunkt (ihrer Bestrafung) und die Stunde ist unheilvoller und bitterer (als das Leid, das sie bei der Schlacht von Badr treffen wird).
  20. Wahrlich, die Übeltäter befinden sich im Irrtum und in brennender Pein.
  21. Am Tag, da sie auf ihren Gesichtern ins Höllenfeuer gezerrt werden (wird zu ihnen gesagt): „Kostet die Berührung des Höllenfeuers!“
  22. Wahrlich, Wir haben alles gemäß einer (von Uns bereits ergangenen) Bestimmung erschaffen (die in der wohlbewahrten Tafel verzeichnet ist).

[1] ʼImām Ibn Ǧarīr sagte: „Ein Schrei vom Himmel […]. Man sagt: Gabriel hat sie einmal angeschrieben, wodurch ihre Seelen ihre Körper verließen.“ (Siehe Tafsīr zu Hūd 11:94).

Sprachlich bedeutet Ṣayḥah auch „Strafe“.

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