1. Siehst du nicht (den Zustand) jener (Juden), denen ein Anteil an der Offenbarungsschrift (der Thora) gegeben wurde? Sie wurden dazu aufgefordert, sich dem Buch Aḷḷāhs (der Thora) zuzuwenden, damit es zwischen ihnen urteilt[1] (worüber sie uneinig sind). Daraufhin aber hat sich ein Teil von ihnen (nämlich der Gelehrten und Oberhäupter) abgewandt und sich geweigert (auf Grundlage der Thora zu entscheiden),
  2. indem sie sagten: „Das Höllenfeuer wird uns nicht erfassen, es sei denn wenige, abgezählte Tage (und danach betreten wir das Paradies).“ So täuschte sie hinsichtlich ihres Glaubens das, was sie selbst (an Lügen) im Laufe der Zeit erfunden hatten.
  3. Wie wird es ihnen dann ergehen, wenn Wir sie an einem Tag versammeln werden, an dem keinerlei Zweifel besteht, an dem jedem Menschen[2] sein Tun vergolten und keinem Unrecht widerfahren wird?
  4. Sag (o Prophet, wodurch du deinen Herrn verherrlichst): „O Aḷḷāh, (Du allein bist der) Besitzer des Reiches (von Himmel und Erde)! Du gewährst Herrschaft, wem Du willst und Du entziehst die Herrschaft, wem Du willst. Du ehrst, wen Du willst, und Du erniedrigst, wen Du willst (alles gemäß Deiner Weisheit). In Deiner Hand (allein) liegt alles Gute. Wahrlich, Du hast zu allem die Macht.
  5. (Zu den Zeichen Deiner Macht gehört, dass) Du die Nacht in den Tag, und den Tag in die Nacht eindringen lässt,[3] und Du bringst Lebendiges aus dem hervor, was tot ist, und Du bringst Totes aus dem hervor, was lebendig ist,[4] und Du versorgst, wen Du willst, ohne zu berechnen.
  6. Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläubige anstelle der Gläubigen als Nahestehenden nehmen. Wer das tut, der hat sich von Aḷḷāh losgesagt (und Aḷḷāh von ihm), es sei denn, ihr (befindet euch unter ihrer Herrschaft und) habt von ihnen etwas zu befürchten. Aḷḷāh warnt euch vor Sich selbst! Zu Aḷḷāh wird (am Tag der Auferstehung) letztendlich die Rückkehr sein.
  7. Sag: „Ob ihr nun verbergt, was in euren Herzen ist (wie eure Neigung dazu, die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Nahestehenden zu nehmen) oder ob ihr es offen zeigt, Aḷḷāh weiß es. Er weiß alles, was in den Himmeln und auf Erden ist. Aḷḷāh hat zu allem die Macht.“

[1] „liyaḥkuma“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū Ǧaʽfar: „liyuḥkama“: „damit zwischen ihnen geurteilt wird“.

[2] Oder: jeder Seele.

[3] Entweder in dem Sinne, dass Tag und Nacht ineinander übergehen oder in dem Sinne, dass Aḷḷāh im Winter den Tag in die Nacht übergehen lässt, sodass diese sich verlängert, und im Sommer die Nacht in den Tag, sodass dieser sich verlängert.

[4] So wir Er aus toten Samen lebendige Pflanzen hervorbringt, bringt Er auch aus einem Ungläubigen einen Gläubigen hervor und umgekehrt.

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