1. Ist es denn ihr Verstand, der ihnen das vorgibt (zu behaupten, Muḥammad sei ein Wahrsager und Verrückter) oder sind sie einfach Leute, die die Grenzen Aḷḷāhs hochmütig überschreiten?
  2. Oder sagen sie: „Er hat ihn (den Qur’ān) selbst erfunden!“ Nein, vielmehr ist es so, dass sie (aus Überheblichkeit) nicht glauben.
  3. Dann sollen sie eine ebensolche Rede vorlegen, wenn das, was sie sagen, wahr ist (dass Muḥammad ihn nämlich erfunden hat)!
  4. Wurden sie selbst etwa ohne irgendeine Ursache erschaffen oder sind sie sich vielleicht (ihre eigenen) Schöpfer?
  5. Haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein, vielmehr sind sie nicht überzeugt davon (dass Aḷḷāh Himmel und Erde erschaffen hat).
  6. Besitzen sie etwa die Schätze deines Herrn oder sind sie es, die (die Herrschaft innehaben und) verfahren können ( wie immer sie wollen)?
  7. Oder haben sie eine Leiter, (auf der sie zum Himmel hinaufsteigen können,) sodass sie dort (von Aḷḷāh Selbst) gehört hätten (dass sie im Recht sind)? Dann soll derjenige von ihnen, der das gehört hat, einen deutlichen Beweis (dafür) erbringen.
  8. Oder sollen Aḷḷāh etwa die Töchter (die ihr hasst) zukommen und euch selbst die Söhne (die ihr liebt)?
  9. Oder verlangst du (Gesandter Aḷḷāhs) vielleicht einen Lohn von ihnen (dafür, dass du ihnen die Botschaft Aḷḷāhs übermittelst), sodass ihnen eine schwere Last auferlegt werden würde (die zu tragen sie nicht imstande wären)?
  10. Oder besitzen sie (Wissen um) das Verborgene, sodass sie es (für die Menschen) aufschreiben könnten (was im Verborgenen geschrieben steht)?
  11. Oder wollen sie etwa eine List (gegen dich und deine Religion) anwenden? Diejenigen, die nicht glauben, aber sind es, die der List selbst zum Opfer fallen.
  12. Oder haben sie etwa einen anderen Gott außer Aḷḷāh (der Anbetung zu Recht würdig ist)? Erhaben und heilig ist Aḷḷāh über alles, was sie Ihm zuschreiben!
  13. Auch wenn sie einen Teil des Himmels herabstürzen sehen würden, würden sie sagen: „Das ist nur ein Haufen Wolken.“
  14. Darum lass sie ruhig (Gesandter Aḷḷāhs), bis sie ihrem Tag begegnen, an dem sie vom Donnerschlag getroffen werden.[1]
  15. Der Tag, an dem ihnen ihre List nichts nützen wird und sie keinerlei Hilfe erhalten werden.
  16. Wahrlich, jene, die Unrecht tun, werden schon davor (d.h. auf Erden, vor ihrer Bestrafung im Jenseits) zu leiden haben, aber die meisten von ihnen sind sich dessen nicht bewusst.
  17. So warte (Gesandter Aḷḷāhs) geduldig auf das Urteil deines Herrn, denn du stehst unter Unserer Obhut und in Unserem Blickfeld. Und lobpreise deinen Herrn, immer, wenn du (nach dem Schlaf) aufstehst.
  18. Und lobpreise Ihn auch nachts und (beim Fağr-Gebet) wenn die Sterne sich zurückziehen.

[1] „yuṣʽaqūna“ nach der Lesart von Ibn ʽĀmir und ʽĀṣim.

Nach der Mehrheit „yaṣʽaqūna“: „an dem sie (wie vom Donner gerührt)) das Bewusstsein verlieren“.

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