1. Ihr, die ihr glaubt, vermeidet es, allzu viele Verdächtigungen und Vermutungen übereinander anzustellen (die jeglicher Grundlage entbehren), denn manche Vermutung (wie z. B. über jemanden grundlos schlecht zu denken) ist an sich schon eine Sünde. Spioniert einander nicht nach und redet nicht hinter euren Rücken schlecht übereinander. Würde es wohl einem von euch gefallen, das Fleisch seines toten Bruders zu essen? Ihr würdet es verabscheuen (aber so übel ist es, hinter dem Rücken des Glaubensbruders schlecht zu sprechen). So nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht, denn wahrlich, Aḷḷāh nimmt die Reue immer wieder an und ist gnädig.
  2. Ihr Menschen, Wir haben euch alle aus einem Mann (eurem Vater Adam) und aus einer Frau (eurer Mutter Ḥawwā‘, d.h. Eva) erschaffen (somit ist eure Abstammung gleich) und euch dann zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander kennenlernen möget (und nicht zum Prahlen). Fürwahr, der Edelste von euch ist (aus der Sicht Aḷḷāhs) der Vorsichtigste (vor Ihm). Wahrlich, Aḷḷāh ist Allwissend, Allkundig.
  3. Einige der Beduinen sagten (als sie zum Propheten kamen): „Wir glauben (an Aḷḷāh und an Seinen Gesandten).“ Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs, zu ihnen): „Ihr glaubt nicht, sagt lieber: »Wir haben uns ergeben.«, denn der Glaube ist (noch) nicht in eure Herzen eingedrungen.“ Wenn ihr aber Aḷḷāh und Seinem Gesandten gehorcht, dann wird euch vom (Lohn) eurer guten Taten nichts geschmälert, denn wahrlich, Aḷḷāh vergibt ständig und ist Gnädig.
  4. Wahre Gläubige sind nur jene, die an Aḷḷāh und an Seinen Gesandten glauben und danach (ihren Glauben) nicht mit Zweifeln vermengen und die sich mit ihrem Vermögen und ihrem Leben auf dem Weg Aḷḷāhs anstrengen. Jene sind die Wahrhaftigen (in ihrem Glauben).
  5. Sag (du, Gesandter Aḷḷāhs zu jenen Beduinen): „Wollt ihr etwa Aḷḷāh über euren Glauben unterrichten, wo Er doch alles weiß, was sich in den Himmeln und auf Erden befindet und wo Aḷḷāh um alle Dinge Bescheid weiß?“
  6. Sie meinen, dass sie dir (Gesandter Aḷḷāhs) eine Gunst damit erwiesen hätten, als sie den Islam annahmen. Sag (zu ihnen): „Nicht ihr habt mir durch eure Annahme des Islam eine Gunst erwiesen, vielmehr hat Aḷḷāh euch eine Gunst erwiesen, indem Er euch den Weg zum Glauben zeigte, wenn ihr aufrichtig seid.“
  7. Fürwahr, Aḷḷāh kennt das Verborgene der Himmel und der Erde und Aḷḷāh sieht alles, was ihr tut[1].

[1] „taʿmalūna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr: „yaʿmalūna“: „was sie tun“.

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