1. Würden sie geduldig abwarten, bis du herauskommst, so wäre es besser für sie. Aḷḷāh aber vergibt häufig (wegen der Unwissenheit Seiner Diener) und ist (mit ihnen) gnädig.
  2. Ihr, die ihr glaubt, wenn eine frevelhafte Person zu euch kommt und euch eine Nachricht übermittelt, dann schafft (zuerst) Klarheit[1] über die Richtigkeit der Nachricht, damit ihr Leuten nicht unwissentlich ein Unrecht zufügt und danach das, was ihr getan habt, bereut.
  3. Und seid (ihr Gläubigen) euch dessen bewusst, dass der Gesandte Aḷḷāhs unter euch ist (und ihm von Uns eingegeben wird). Würde er in vielen eurer Angelegenheiten euren Neigungen gehorchen, so würdet ihr fürwahr in Schwierigkeiten geraten. Aḷḷāh aber hat euch den Glauben lieb gemacht und ihn euch in euren Herzen ausgeschmückt, und Er hat euch den Unglauben, jegliche Frevelhaftigkeit und den Ungehorsam Ihm gegenüber verhasst gemacht. Jene sind es, die dem Weg der Vernunft folgen.
  4. All das ist eine Huld und Gnade Aḷḷāhs euch gegenüber und Aḷḷāh kennt (die dafür Dankbaren) und ist weise (in Seinen Bestimmungen).
  5. Und wenn zwei Gruppen der Gläubigen gegeneinander kämpfen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen (indem ihr sie zum Gesetz Aḷḷāhs aufruft). Wenn eine der beiden aber die Versöhnung ablehnt und feindselig gegen die andere vorgeht, dann bekämpft sie, bis sie sich Aḷḷāhs Befehl unterwirft. Tut sie das, dann stiftet in Gerechtigkeit Versöhnung zwischen ihnen beiden und seid (auch sonst immer) gerecht. Fürwahr, Aḷḷāh liebt die Gerechten.
  6. Wahrlich, alle Gläubigen sind Brüder, darum stiftet Frieden zwischen euren Brüdern[2] und nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht, damit ihr hoffentlich Gnade findet.
  7. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seinen Gesandten) glaubt, eine Gruppe eurer Männer soll nicht eine andere verhöhnen, vielleicht ist diese (bei Aḷḷāh) besser als sie selbst und auch nicht einige Frauen die anderen, vielleicht sind diese besser (bei Aḷḷāh) als sie selbst. Sprecht nicht schlecht voneinander[3] und gebt einander keine Schimpfnamen. Übel ist die Bezeichnung der Frevelhaftigkeit, nachdem man den Glauben angenommen hat. Jene aber, die nicht bereuen, sie sind die Ungerechten (sich selbst gegenüber, weil sie sich dem Verderben aussetzen).

[1] „fatabayyanū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ḥamzah, Kisāʼiyy und Ḫalaf: „fataṯabbatū“: „vergewissert euch“.

[2] „ʼaḫawaykum“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Yaʽqūb: „ʼiḫwatikum“: „Geschwistern“.

[3] Oder: „von euch selbst“, weil man seinen Glaubensbruder wie einen selbst betrachten soll.

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