1. Wir trugen dem Menschen auf, gegenüber seinen Eltern wohltätig zu sein[1]. Mit Mühsal hat seine Mutter ihn getragen und mit Mühsal zur Welt gebracht. Ihre Schwangerschaft und der Zeitraum bis zu seiner Entwöhnung dauern dreißig Monate, bis er dann, wenn er mit vierzig Jahren seine volle Reife erlangt hat, sagt: „O Herr, lass mich dankbar für Deine Wohltaten sein, die Du mir und meinen Eltern zuteilwerden hast lassen und lass mich Gutes tun, das Deine Zufriedenheit findet und lass auch meine Nachkommen rechtschaffen sein! Siehe, ich wende mich Dir in Reue zu und ich gehöre zu jenen, die Aḷḷāh ergeben sind.“
  2. Sie sind es, von denen Wir die besten ihrer guten Werke annehmen werden[2] (und sie gemäß dieser besten ihrer Taten belohnen werden) und deren Vergehen Wir übersehen werden[3]. Sie gehören zu den Bewohnern des Paradieses, in Erfüllung des Versprechens, das ihnen (auf Erden) gegeben wurde.
  3. Der aber, der zu seinen Eltern sagt: „Mögt ihr zugrunde gehen! Droht ihr mir etwa an, dass ich wieder (lebend aus dem Grab) hervorkommen werde, wo doch schon Jahrhunderte vor mir dahingegangen sind (ohne dass einer auferstanden wäre)!?“, und der, wenn sie beide Aḷḷāh um Hilfe anrufen und zu ihm sagen: „Wehe dir! Glaube, denn die Verheißung Aḷḷāhs ist wahr!“, sagt: „Das sind doch alles nur Geschichten aus alten Zeiten!“
  4. Solche sind es, solche von den früheren Gemeinschaften der Ğinn und der Menschen, die bereits dahingegangen sind, hinsichtlich derer sich die Strafe bewahrheitet hat. Wahrlich, sie gehören zu den Verlierern.
  5. Für alle gibt es Rangstufen (sowohl im Paradies als auch im Höllenfeuer) entsprechend ihrer Taten, sodass Er ihnen ihre Taten zur Gänze vergelte[4], und keinem wird Unrecht getan werden.
  6. An dem Tag, wenn jene, die ungläubig waren, zum Höllenfeuer geführt werden, wird zu ihnen gesagt: „Ihr habt eure guten Dinge schon während eures irdischen Lebens verbraucht und diese genossen (ohne an das Jenseits zu denken). Heute wird es euch mit Schande vergolten werden, dass ihr auf Erden ohne Recht hochmütig wart und dass ihr gefrevelt habt.“

[1] Nach Lesart von Abū ʿAmr: „sich gegenüber seinen Eltern gut zu verhalten“, (bi-wālidaihi ḥusnan).

[2] Nach Lesart von Nāfiʿ, Ibn Kaṯīr, Ibn ʿĀmir und ʿĀṣim: „von denen die besten ihrer guten Werke angenommen werden“, (yutaqabbalu ʿanhum).

[3] Nach Lesart von Nāfiʿ, Ibn Kaṯīr, Abū ʿAmr, Ibn ʿĀmir und ʿĀṣim: „und deren Vergehen übersehen werden“, (yutağāwazu).

[4] Nach Lesart von Nāfiʿ, Ḥamzah und al-Kisā’iyy: „sodass Wir ihnen ihre Taten zur Gänze vergelten“, (wa li-nuwaffiyahum).

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