1. Sag (Gesandter Aḷḷāhs) zu denen, die glauben, sie sollen jenen vergeben, die die Tage Aḷḷāhs nicht erwarten, denn Er allein vergilt[1] jedem das, was er erworben hat.
  2. Wer Gutes tut, der tut es nur zu seinem eigenen Nutzen, und wer Schlechtes tut, den werden die Folgen seines Tuns selbst treffen. Dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückkehren.
  3. Wir gaben den Kindern Israels die Thora, die Macht der Urteilsfindung (aufgrund der Thora) und die Prophetenschaft[2], und Wir versorgten sie mit den guten Dingen und bevorzugten sie vor den anderen Völkern (ihrer Zeit).
  4. Und Wir gaben ihnen klare Hinweise, die Wahrheit und Lüge deutlich voneinander trennten. Sie wurden erst dann durch ihre gegenseitige Missgunst uneins, als das Urteil gegen sie (durch die Entsendung Muḥammads) erbracht wurde. Wahrlich, dein Herr wird am Tag der Auferstehung hinsichtlich dessen, worüber sie uneins waren, zwischen ihnen richten.
  5. Schließlich brachten Wir dich auf denselben Weg (dem zu folgen Wir schon den früheren Gesandten aufgetragen hatten) der Befolgung des Glaubens. So folge ihm und nicht den Neigungen derer, die nichts wissen.
  6. Denn sie werden die Strafe Aḷḷāhs nicht von dir abwenden können. Die Übeltäter sind fürwahr einer des anderen Beschützer, Aḷḷāh aber ist der Beschützer der Gottesfürchtigen.
  7. Dieser Qur’ān ist ein Mittel der Einsicht (in die Unterscheidung des Wahren vom Falschen), eine Rechtleitung und eine Gnade für Leute, die Gewissheit in ihrem Glauben besitzen.
  8. Oder meinen etwa die, die Schlechtes tun und nicht glauben, das Wir sie im Leben und nach ihrem Tod in gleicher Weise behandeln wie jene, die glauben und Gutes tun? Wie schlecht sie urteilen!
  9. Aḷḷāh erschuf die Himmel und die Erde aufgrund umfassender Weisheit und damit jeder Seele ihrem Tun entsprechend vergolten werde. Er aber tut keinem Unrecht.

[1] Nach Lesart von Abū ʿAmr, Ḥamzah und al-Kisā’iyy: „denn Wir allein vergelten“, (li-nağziya).

[2] d.h. der Großteil der Propheten entstammte den Nachkommen Abrahams.

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