1. Und zu Seinen Zeichen (und denen Seiner Macht) gehören auch die Schiffe, die Bergen gleich das Meer durchfahren.[1]
  2. Wenn Er will, hält Er den Wind[2] (der sie antreibt) still und sie liegen reglos auf seiner Oberfläche. Wahrlich, darin liegen Zeichen für jeden (angesichts der Prüfungen Aḷḷāhs) ständig Standhaften und (Seinen Gnaden gegenüber) stets Dankbaren.
  3. Oder aber (wenn Er will) vernichtet Er [die Schiffe] (durch den Wind, wenn Er es will), wegen der Schuld, die [die Menschen] auf sich geladen haben. Und Er verzeiht auch vieles.
  4. So sollen (angesichts der durch den Wind zerstörten Schiffe) diejenigen, die über Unsere Zeichen streiten, wissen,[3] dass es für sie kein Entrinnen (vor der Zerstörung) gibt.
  5. Und was auch immer euch gegeben wurde (an Ansehen, Vermögen oder Kindern), dient allein der Nutznießung im (vergehenden) Diesseits. Was aber bei Aḷḷāh ist, ist besser und dauerhafter und ist für jene bereitet, die glauben und auf ihren Herrn vertrauen,
  6. (es ist für jene bestimmt), die sich von schwerwiegenden Vergehen und Schändlichkeiten fernhalten und wenn sie zornig sind, dennoch vergeben,
  7. die dem Aufruf ihres Herrn folgen, die Gebete verrichten und die ihre Angelegenheiten durch Beratung untereinander regeln und die von dem spenden, was Wir ihnen gegeben haben,
  8. und die, wenn ihnen Ungerechtigkeit widerfährt, sich wehren (weil das Verzeihen gerade unangebracht ist).
  9. Die Vergeltung für eine Übeltat soll ein (für den Ungerechten) Übel gleichen Ausmaßes sein. Wer aber vergibt und Versöhnung stiftet, dessen Lohn ist bei Aḷḷāh. Wahrlich, Er liebt die Ungerechten nicht.
  10. Wer sich aber wehrt, nachdem ihm unrecht getan wurde, der ist nicht zu tadeln (denn er will nur sein Recht).
  11. Zu tadeln sind nur jene, die den Menschen gegenüber ungerecht sind und auf Erden unrechtmäßig handelt (indem sie sündigen). Jene sind es, auf die schmerzliches Leid wartet.
  12. Wenn aber einer (während ihm Unrecht getan wird) geduldig ist und vergibt, so ist das ein Zeichen der Entschlossenheit.[4]
  13. Wen Aḷḷāh (wegen seiner Ungerechtigkeit) in die Irre führt, der hat keinen Beschützer mehr nach Ihm. Und du siehst, wie (ihres Unglaubens und ihrer Sünden) Ungerechten, wenn sie das Leid erkennen, sagen: „Gibt es denn einen Weg um (auf die Erde) zurückzukehren (damit wir uns dann dort Aḷḷāh in Reue zuwenden)?“

[1] Hier endet nach der kūfischen und ḥimṣischen Zählung ein Vers. Nach manche baṣrischen Gelehrten endet hier auch ein Vers, dafür aber nicht am Ende des 30. Verses.

[2] „ar-Rīḥ“ nach Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ und ʼAbū Ǧaʽfar: „ar-Riyāḥ“: „die Winde“.

[3] „yaʽlama“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ, Ibn ʽĀmir und ʼAbū Ǧaʽfar: „yaʽlama“: „Außerdem kennt Er diejenigen, die über Unsere Zeichen streiten: Für sie gibt es kein Entrinnen.“

[4] Das bedeutet, dass seine Geduld sowohl ihm selbst als auch der Gesellschaft letztendlich Gutes bringt und somit eine lobenswerte Eigenschaft ist, die aber tatsächlich nur wenige besitzen.

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