1. Wir haben schon vor dir (Muḥammad) Gesandte entsandt. Unter ihnen gibt es manche, von denen Wir dir berichtet haben und manche, von denen Wir nicht berichtet haben. Keinem Gesandten aber ist es gegeben, ein Wunder zu vollbringen, es sei denn mit der Erlaubnis Aḷḷāhs[1]. Als dann der Befehl Aḷḷāhs erging, wurde gerecht (zwischen dem Gesandten und seinem jeweiligen Volk) entschieden und all jene waren verloren, die die Wahrheit zunichtemachen wollten.
  2. Aḷḷāh ist es, der euch das Vieh gegeben hat, damit ihr auf einigen reiten und von anderen essen könnt.
  3. Ihr habt an ihm vielerlei Nutzen und könnt durch es mancherlei Bedürfnis, das ihr in euren Herzen hegt, befriedigen. Von ihnen und auf Schiffen werdet ihr getragen.
  4. So zeigt Er euch Seine Zeichen: Welches Zeichen Aḷḷāhs wollt ihr nun leugnen?
  5. Sind sie denn noch nie im Land umhergereist und haben gesehen, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Sie waren weit zahlreicher als sie, besaßen mehr Macht und haben mehr Spuren hinterlassen, und dennoch hat ihnen all das keinen Nutzen gebracht.
  6. Als die Gesandten mit den klaren Beweisen zu ihnen kamen, freuten sie sich über das Wissen, das sie selbst besaßen, und so bewahrheitete sich an ihnen das, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
  7. Als sie dann das Leid deutlich vor sich sahen, sagten sie: „Wir glauben nun Aḷḷāh allein und weisen alles zurück, was wir Ihm einst zur Seite gestellt haben!“
  8. Nichts aber hat ihnen ihr Glaube genützt, als sie Unsere Strafe bereits vor Augen hatten. Denn das ist die Vorgehensweise Aḷḷāhs, die Er zu allen Zeiten gegenüber Seinen Dienern anwendet. Und so waren die Ungläubigen verloren.

[1] Das heißt, die überhebliche an die Gesandten gestellte Forderung der Ungläubigen, sie mögen doch als Beweis ihrer Entsendung ein Wunder vollbringen, stellte an sich ein Unrecht dar.

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