1. Mein Volk! Wie kann das sein? Ich rufe euch zu eurer Rettung auf, während ihr mich zum Höllenfeuer ruft?
  2. Ihr ruft mich dazu auf, Aḷḷāh zu leugnen und Ihm anderes zur Seite zu stellen, von dem ich keinerlei Wissen besitze, und ich rufe euch zum Allüberlegenen und Vergebungsreichen auf!
  3. Tatsächlich hat das, zu dem ihr mich aufruft, weder in diesem Leben noch im Jenseits die Macht, irgendeinen Anspruch zu stellen. Wir alle werden zu Aḷḷāh zurückkehren, und die (durch den Unglauben und die Sünden) Maßlosen werden Insassen des Höllenfeuers sein.
  4. (Sie lehnten seine Ratschläge ab, da fuhr er fort): Ihr werdet noch an meine Worte denken. Ich aber vertraue meine Sache Aḷḷāh an, denn Aḷḷāh sieht wohl, was Seine Diener tun.“
  5. So bewahrte Aḷḷāh ihn vor ihren üblen Plänen (als sie ihn zu töten versuchten), während die Leute des Pharaos das schlimme Leid (des Ertrinkens) erfasste.
  6. Dem Feuer aber sind sie (in ihren Gräbern) morgens und abends ausgesetzt, und am Tag, da die Stunde eintrifft, wird (zu den Engeln) gesagt werden: „Führt[1] die Leute des Pharaos der heftigsten Qual zu!“
  7. Erwähne (oh Gesandter) wie sie im Höllenfeuer miteinander streiten werden, und die (einst) Schwachen werden zu den (zu Lebzeiten) Hochmütigen sagen: „Wir sind euch doch nur (im Irrtum) gefolgt! Nehmt ihr uns denn nicht etwas von dem Feuer ab?“
  8. Und die Hochmütigen werden antworten: „Wir alle sind darin! Wahrlich, Aḷḷāh hat schon zwischen den Menschen gerichtet (und jedem zugeteilt, was ihm gebührt)!“
  9. Und die Insassen des Höllenfeuers werden zu dessen Wächtern sagen: „Bittet euren Herrn doch, dass Er uns wenigstens einen Tag der Qual erlässt!“

[1] „ʼadḫilū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ʽAmr, Ibn ʽĀmir und Šuʽbah: „udḫulū“: „wird (zum Pharao und seinen Anhängern) gesagt werden: „Oh Gefolgschaft des Pharao! Tretet ein in die heftigste Qual!“

Aufrufe: 21