1. Und der Pharao sagte: „Lasst mich Moses töten – und dann soll er doch seinen Herrn anflehen (um sich vor mir zu schützen) – denn ich fürchte, er könnte euch von eurem Glauben abbringen oder (durch Töten und Zerstören) Unfrieden im Land stiften![1]
  2. Moses aber sagte: „Ich nehme Zuflucht bei meinem und eurem Herrn vor jedem (der Wahrheit und dem Glauben gegenüber) Hochmütigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.“
  3. Da sagte ein gläubiger Mann von den Leuten des Pharaos, der seinen Glauben jedoch geheim gehalten hatte: „Wollt ihr etwa einen Mann töten, nur weil er sagt: »Mein Herr ist Aḷḷāh«, wo er doch mit deutlichen Beweisen von eurem Herrn zu euch gekommen ist? Wenn er wirklich lügt, so werden die üblen Folgen seiner Lüge nur ihn selbst treffen, aber wenn er die Wahrheit sagt, dann wird euch (schon im Diesseits) ein Teil dessen treffen, wovor er euch warnt. Wahrlich, Aḷḷāh leitet den nicht auf den rechten Weg, der sich über die von Ihm gesetzten Grenzen hinwegsetzt und (über Ihn und Seinen Gesandten) Lügen verbreitet.
  4. Meine Leute! Heute habt ihr die Herrschaft inne und besitzt die Obermacht im Land. Wer aber wird uns vor der Strafe Aḷḷāhs bewahren, wenn sie über uns kommt?“ Da sagte der Pharao: „Es gilt die Ansicht, die ich vertrete, und ich führe euch keinen anderen Weg als den der Rechtschaffenheit!“
  5. Da sagte derjenige, der gläubig war: „Meine Leute, ich fürchte, dass (wenn ihr Moses zu Unrecht tötet) ein Tag über euch kommen wird, wie er einst schon über jene kam, die sich (gegen ihre Gesandten) verschworen hatten,
  6. wie er schon über das Volk Noahs und die Stämme ʿĀd und Ṯamūd kam und über jene, die nach ihnen waren. Aḷḷāh aber will kein Unrecht gegenüber den Menschen (sondern sie erhalten nur das, was sie verdienen).
  7. Mein Volk! Ich fürchte für euch jenen Tag (der Auferstehung), an dem die Menschen (aufgrund von Verwandtschaft o. ä.) einander um Hilfe rufen werden (weil sie meinen, dies könnte ihnen helfen),
  8. den Tag, an dem ihr (aus Furcht vor dem Höllenfeuer) euch zur Flucht wenden werdet. Ihr habt keinen, der euch vor (der Strafe) Aḷḷāhs bewahren kann! Wen Aḷḷāh aber (verlässt und) in die Irre führt, für den gibt es keinen mehr, der ihn rechtleiten könnte.

[1] „ʼau/yuẓhira“ nach der Lesart von Ḥafṣ und Yaʽqūb.

Nach Nāfiʽ, ʼAbū ʽAmr und ʼAbū Ǧaʽfar: „wa/yuẓhira“: „und Unfrieden im Land stiften“.

Nach „Ibn Kaṯīr, Ibn ʽĀmir: „wa/yaẓhara“: und dass sich (dadurch) Unfrieden im Land verbreitet.“

Nach allen anderen: „ʼau/yaẓhara“: „oder dass sich (dadurch) Unfrieden im Land verbreitet.“

Aufrufe: 12