1. Heute wird jedem Menschen vergolten, was er erworben hat. Kein Unrecht wird es heute geben. Fürwahr, Aḷḷāh ist schnell im Abrechnen!
  2. So warne sie (Gesandter Aḷḷāhs) vor dem Tag, der immer näher rückt, an dem die Herzen (vor lauter Angst) in die Kehlen steigen.[1] Die Ungerechten werden dann weder einen Freund noch einen Fürsprecher haben, auf den irgendjemand hören würde.
  3. Er kennt die unehrlichen Blicke[2] und weiß, was die Herzen verbergen.
  4. Aḷḷāh aber urteilt gerecht, während die, die sie an Seiner Stelle anrufen[3], keinerlei Urteil zu fällen vermögen. Wahrlich, Aḷḷāh hört (ihre Aussagen) und sieht (ihre Taten).
  5. Sind sie denn nie durch die Lande gezogen und haben gesehen, wie das Ende (der Leugner der Wahrheit) aussah, die vor ihnen waren? Diese besaßen weit mehr Macht als sie[4] und hinterließen auf Erden beeindruckende Spuren ihres Wirkens. Da erfasste Aḷḷāh sie aufgrund ihrer Vergehen, und sie hatten keinen, der sie vor [Ihm] beschützen konnte.
  6. Dies(e Strafe) deswegen, weil Gesandte mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen waren, sie ihnen aber keinen Glauben schenkten, sodass Aḷḷāh sie (mit Seiner Strafe) erfasste, denn Er ist wahrlich stark und streng im Strafen.
  7. [5]Wir entsandten ja schon Moses mit Unseren Zeichen und offenkundigen Beweisen
  8. zum Pharao, (seinem Minister) Hāmān und zu Qārūn[6], und sie sagten: „Moses ist ein Zauberer und Lügner!“[7]
  9. Als er ihnen schließlich offensichtliche Beweise von Uns vorlegte (die seine Aufrichtigkeit bekräftigten) sagten sie: „Tötet die Söhne derer, die wie er glauben, und (zur Erniedrigung) lasst nur ihre Frauen am Leben!“ Die List der Ungläubigen aber (die Anzahl der Gläubigen zu verringern) war zum Scheitern verurteilt.

[1] Hier endet nur nach der kūfischen Zählung kein Vers.

[2] Wie jemand, der eine fremde Frau anstarrt, seinen Blick dann „demütig“ senkt, wenn er bemerkt, dass er beobachtet wird.

[3] „yadʽūna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʿ, Hišām und einer Version von Ibn Ḏakwān: „die ihr an Seiner Stelle anruft“, (tadʿūna).

[4] „minham“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʿĀmir: „minkum“: „ihr“.

[5] Diese Geschichte erzählte Aḷḷāh b Seinem Propheten r, damit er weiß, dass das gute Ende den Gesandten p vorbehalten ist.

[6] Qārūn gehörte zum Volk Mose, wurde aber durch seinen Reichtum hochmütig und wandte sich gegen ihn (siehe 28:76).

[7] Sie behaupteten, seine Wunder seien Zauberei und er sei kein wahrer Gesandter Gottes.

Aufrufe: 16