1. Ist denn der, dem Aḷḷāh die Brust für den Islam geweitet hat und der darum dem Licht Seines Herrn folgt, (dem gleich, dessen Herz dem Glauben gegenüber verhärtet ist)?! Wehe denen, deren Herzen dem Gedenken Aḷḷāhs gegenüber verhärtet sind! Jene sind in einem offensichtlichen Irrtum gefangen.
  2. Aḷḷāh sandte die beste aller Verkündigungen herab, ein Buch, dessen sich (inhaltlich) wiederholenden Teile (in ihrer Wahrhaftigkeit und Schönheit, in ihrem Fehlen jeglicher Widersprüchlichkeit, in den darin erhaltenen Versprechen und Verheißungen usw.) einander gleichen[1] und das die Haut derer erschaudern lässt, die ihren Herrn fürchten. Dann aber werden Haut und Herzen im Gedenken Aḷḷāhs besänftigt. Das ist die Führung Aḷḷāhs durch die Er leitet, wen immer Er will. Wen Aḷḷāh aber in die Irre führt, für den gibt es keinen, der ihn rechtleiten könnte.
  3. Ist denn nun (der,den Aḷḷāh rechtleitet, dem gleich) der am Tag der Auferstehung nichts als sein Gesicht haben wird (auf das er sich niederwirft), um sich vor dem schrecklichen Leid zu schützen (weil er an Händen und Füßen gefesselt ist)? Dann wird zu den Ungerechten gesagt werden: „Kostet nun, was ihr (während eures Lebens auf Erden) erworben habt!“
  4. Schon jene, die vor ihnen waren, haben die Wahrheit zurückgewiesen, bis das Leid plötzlich über sie kam, ohne dass sie es ahnten.
  5. So ließ Aḷḷāh sie durch dieses Leid Schande im irdischen Leben kosten. Die Qual des Jenseits aber ist wahrlich größer, wenn sie es nur begreifen würden.
  6. Wir haben für die Menschen in diesem Qur’ān allerlei Gleichnisse (für das Gute und Schlechte, die Wahrheit und Falschheit, den Glauben und Unglauben) aufgestellt, auf dass sie sich vielleicht besinnen mögen (und somit das Gute vom Schlechten auseinanderhalten).
  7. Einen Qur’ān in arabischer Sprache (haben Wir ihnen gegeben), ohne jegliche Unklarheiten, auf dass sie sich (vor Aḷḷāh) in Acht nehmen mögen.
  8. Aḷḷāh prägt das Gleichnis eines Mannes, der mehreren Herren dient, die miteinander im Streit liegen[2] und eines Mannes, der nur einem Herrn dient. Ist die Lage der beiden etwa dieselbe? Aller Lobpreis gebührt Aḷḷāh allein, aber die meisten Menschen begreifen nicht (und stellen Aḷḷāh deshalb andere zur Seite).
  9. Fürwahr, du (Muḥammad) wirst sterben, und auch sie werden sterben,
  10. und dann, am Tag der Auferstehung, werdet ihr (Menschen) vor eurem Herrn miteinander streiten.

[1] Aḷḷāh forderte die Araber, die behaupteten, der Qurʼān sei ein Menschenwort, heraus, einen gleichen hervorzubringen, dann nur zehn Suren davon und danach nur eine einzige, die denen des Qurʼān gleichkommt. Der Wundercharakter des Qurʼān geht aber weit darüber hinaus: Aḷḷāh hält diesen Wundercharakter auch dann ein, wenn Er uns etwas zum wiederholten Male erzählt: Man wird Seiner Worte niemals überdrüssig, vielmehr genießt und liebt man sie immer mehr und sie kommen einem immer wieder vor, als höre man sie zum ersten Mal (siehe at-Taḥrīr wat-Tanwīr zu diesem Vers).

[2] Stellt er manche zufrieden, gefällt dies den anderen nicht und umgekehrt.

Aufrufe: 42