1. Was immer ihr ausgebt und was immer ihr gelobt (um Aḷḷāhs willen zu tun, egal ob viel oder wenig) – wahrlich, Aḷḷāh weiß es. Die Ungerechten aber (die geizen und dabei die Grenzen Aḷḷāhs übertreten) werden (am Tag der Auferstehung) keinen Helfer finden.
  2. Wenn ihr Almosen offen gebt – wie volltrefflich! Wenn ihr sie den Armen aber im Verborgenen gebt, so ist es noch besser für euch. Er tilgt (darüber hinaus) manche eurer Vergehen.[1]. Aḷḷāh aber weiß (über alles) Bescheid, was ihr tut.
  3. Dir (Gesandter Aḷḷāhs) obliegt es nicht, sie rechtzuleiten, sondern (du weist ihnen nur den Weg und) Aḷḷāh leitet auf den rechten Weg, wen Er will[2] (denn die Herzen sind zwischen zwei Seiner unvergleichbaren Finger). Was immer ihr an Gutem spendet, das ist (letztendlich) für euch selbst (denn der Lohn dafür wird euch zukommen, Aḷḷāh bedarf eures Almosens nicht). Und spendet nicht anders, als im Streben nach dem Antlitz Aḷḷāhs. Was immer ihr an Gutem spendet (selbst wenn dies für ungläubige Bedürftige wäre), wird euch zur Gänze zurückerstattet werden, und euch wird keinerlei Unrecht widerfahren.
  4. [3](Die Spenden sollen) den Bedürftigen (gegeben werden), die sich zur Gänze dem Bemühen auf dem Weg Aḷḷāhs widmen und so daran gehindert werden, (auf der Suche nach Lebensunterhalt) auf Erden umherzureisen, werden von einem Unwissenden wegen ihrer Zurückhaltung für vermögend gehalten (weil sie keinen um ein Almosen anbetteln). Aber du kannst sie an ihren (äußeren) Merkmalen erkennen und daran, dass sie die Leute nicht aufdringlich bitten. Und was immer ihr an Gutem spendet, wahrlich, Aḷḷāh weiß es.
  5. Jene, die von ihrem Besitz (allein im Streben nach dem Wohlgefallen Aḷḷāhs) bei Nacht und bei Tag, im Verborgenen und offenkundig, spenden – sie haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Keine Furcht brauchen sie zu haben (vor dem, was sie im Jenseits erwartet), und sie müssen nicht bekümmert sein (hinsichtlich dessen, was ihnen vielleicht an Annehmlichkeiten auf Erden vorenthalten blieb).

[1] „yukaffiru“ nach der Lesart von Ibn ʽĀmir und ʽĀṣim.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ʽAmr, Šuʽbah und Yaʽqūb: „nukaffiru“: „Wir tilgen usw.“

Nach der Mehrheit: : „nukaffir“: „und wir werden (dafür) manche eurer Vergehen tilgen.

[2] Oder: wer dies will.

[3] Als hätte jemand gefragt: „Wem sollen die Spenden ausgehändigt werden?“

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