1. Wir haben Himmel und Erde und alles, was dazwischen ist, nicht sinnlos erschaffen. Das meinen nur die, die nicht glauben. Wehe darum jenen, die nicht glauben, vor dem Höllenfeuer (wenn sie in diesem Zustand sterben)!
  2. Sollen Wir etwa die, die (an Aḷḷāh und Seine Gesandten) glauben und Gutes tun, ebenso wie jene behandeln, die auf Erden Verderben stiften, oder sollen Wir die Achtsamen (vor Aḷḷāh) wie die Schamlosen behandeln?
  3. Dieses Buch, das Wir dir offenbart haben, ist voll des Guten und reichlich an Nutzen, damit die Menschen über seine Verse nachdenken[1] und jene, die tiefe Einsicht besitzen, eine Lehre daraus ziehen.
  4. Und Wir schenkten David Salomon. Welch ein vortrefflicher Diener war er! Wahrlich, stets wandte er sich (Uns) in Reue zu.
  5. Nachdem ihm vom Nachmittag an (bis zum Sonnenuntergang) schnelle edle Pferde vorgeführt worden waren (auf drei Beinen stehend und das Vierte angehoben),
  6. sagte er: „Ich habe der Liebe zu irdischer Schönheit (d. h. den Pferden) den Vorzug vor dem Gedenken an meinen Herrn gegeben bis die Sonne unterging!“
  7. (Er sagte:) „Bringt sie zu mir zurück!“ und schlug sogleich (mit dem Schwert) auf ihre Beine und Nacken.[2]
  8. Wahrlich, Wir stellten Salomon auf die Probe und setzten einen [Satan][3] auf seinen Thron (in Gestalt eines menschlichen Körpers, der für kurze Zeit die Herrschaft an sich nahm). Daraufhin wandte Salomon sich Aḷḷāh in Reue zu.
  9. Er sagte: „Herr, vergib mir, und gewähre mir eine Herrschaft, wie sie kein anderer nach mir innehaben wird! Du bist ja fürwahr der unablässig Schenkende!“
  10. Da machten Wir ihm (als Erhörung seiner Bitte) den Wind[4] dienstbar, sodass er auf seinen Befehl hin sanft wehte, wohin auch immer er wollte.
  11. Und auch die Satane machten Wir ihm dienstbar, so die Erbauer und Taucher unter ihnen,[5]
  12. und andere, die mit Ketten aneinandergefesselt sind (und nur freikommen, wenn er u es will).
  13. (Und Wir sagten zu ihm:) „Das ist Unsere Gabe an dich. So spende davon oder halte es zurück (wie auch immer du willst), ohne dass du dafür zur Rechenschaft gezogen werden wirst.“
  14. Wahrlich, Salomon wird zu jenen gehören, die Uns (im Jenseits) nahe sein werden, und ihn erwartet die beste Heimstatt (nämlich das Paradies).
  15. Denk auch (Gesandter Aḷḷāhs) an Unseren Diener Hiob, als er seinen Herrn (mit den Worten) anrief: „Der Satan hat mich mit Mühsal und Leid heimgesucht!“
  16. (Da sagten Wir zu ihm:) „Schlag mit deinem Fuß (auf den Boden)!“ (Er schlug und siehe da): Dies ist kühles Wasser und Trank.“[6]

[1] „liyaddabbarū“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū Ǧaʽfar: „litadabbarū“: „damit ihr Menschen über seine Verse nachdenkt“.

[2] wörtl.: „und er begann sogleich über ihre Beine und Nacken zu streichen“, (Anm.d.Ü.).

[3] Wortwörtlich: Körper.

[4] „ar-rīḥ“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū Ǧaʽfar: „ar-riyāḥ“: „die Winde“.

[5] Hier endet nur nach der baṣrischen Zählung kein Vers.

[6] Die Quelle befreite Hiob von all seinen körperlichen und seelischen Leiden.

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