1. Sie aber bezichtigten ihn der Lüge, und darum werden sie (im Jenseits) wahrlich (dem Leid) ausgesetzt werden.
  2. Außer jenen (seines Volkes), die zu den auserwählten[1] Dienern Aḷḷāhs gehörten.
  3. Und Wir ließen die späteren Generationen seiner gedenken (mit den Worten):
  4. „Friede[2] sei auf Elias und seinen Anhängern[3]!“
  5. Wahrlich, so belohnen Wir die, die Gutes tun.
  6. Denn er war fürwahr einer Unserer gläubigen Diener.
  7. Und wahrlich, auch Lot gehörte zu den Gesandten.
  8. (Gedenke) als Wir ihn und die Seinen allesamt erretteten,
  9. außer einer alten Frau (nämlich Lots Ehefrau), die zu jenen gehörte, die (wegen ihres Unglaubens) zurückblieben.
  10. Daraufhin vernichteten Wir alle anderen (die nicht an ihn glaubten).
  11. Fürwahr, ihr (Bewohner Mekkas) kommt (auf euren Reisen nach Šām) an den Überresten ihrer Wohnstätten vorüber, morgens
  12. und auch bei Nacht. Wollt ihr denn nicht euren Verstand gebrauchen?
  13. Fürwahr, auch Jonas gehörte zu den Gesandten.
  14. Er floh (ohne die Erlaubnis seines Herrn vor seinem Volk) auf das voll beladene Schiff.
  15. (Das Schiff versank fast, weil es überbeladen war und) da losten sie aus, und er gehörte zu den Unterlegenen (woraufhin man ihnins Meer warf).
  16. So verschlang ihn der Wal, und Jonas machte sich selbst Vorwürfe (weil er ohne die Erlaubnis Aḷḷāhs vor seinem Volk davongelaufen war).
  17. Hätte er nicht zu jenen gehört, die Aḷḷāh (schon zuvor viel) lobpriesen (und ebenso in der Finsternis des Fischbauches),
  18. so wäre er fürwahr bis zum Tag, an dem sie auferstehen, in dessen Bauch geblieben.
  19. So aber warfen Wir ihn an eine kahle Küste, und er war krank (weil er lange[4] im Bauch des Wales verweilte).
  20. Daraufhin ließen Wir über ihn eine Kürbispflanze wachsen (die ihm Schatten spendete und von der er essen konnte).
  21. Danach sandten Wir ihn (neuerlich) zu seinem Volk, hunderttausend, nein sogar noch mehr!
  22. Sie glaubten (alle an das, was er verkündete) und so ließen Wir sie (das Leben auf Erden) bis zum Ablauf der für sie bestimmten Frist genießen.
  23. Und jetzt (Muḥammad) frag (die Götzendiener), ob deinem Herrn etwa die Töchter zukommen (die sie selbst verabscheuen), während sie selbst nur Söhne wollen?
  24. Oder haben Wir etwa die Engel als weibliche Wesen erschaffen (wie sie behaupten), und waren sie dabei (als Wir sie erschaffen haben)?
  25. Hört! Es ist nur ihre eigene Verlogenheit, aufgrund derer sie sagen:
  26. „Aḷḷāh hat Kinder gezeugt.“ Aber fürwahr, sie lügen.
  27. Hat Er für sich etwa den Töchtern (die ihr selbst doch hasst) Vorrang gegenüber den Söhnen (die ihr ja liebt) gegeben?

[1] „muḫlaṣīna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ʽAmr, Ibn ʽĀmir und Yaʽqūb: „muḫliṣīna“: „aufrichtige“.

[2] Oder: „Unversehrtheit“. Die Generationen nach ihm u erwähnen ihn nur im Guten.

[3] „’ilyāsīn“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʿ, Ibn ʿĀmir und Yaʽqūb: „’āli Yāsīn“: „der Familie Yā Sīns“. Yāsīn ist ein anderer Name für ’Ilyās (Elias).

[4] Es ist keine authentische Überlieferung bekannt, wie lange er darin genau verweilte. Die Aussagen der Tafsīr-Gelehrten schwanken zwischen wenigen Stunden und vierzig Tagen.

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