1. Das Gleichnis jener aber, die von ihrem Vermögen ausgeben, um das Wohlgefallen Aḷḷāhs zu finden und aus eigener innerer Gewissheit, ist das eines Gartens auf einem Hügel, auf den ein heftiger Regen fällt und der daraufhin das Doppelte an Frucht hervorbringt. Und selbst wenn ihn kein starker Regen trifft, so doch ein feiner (denn auch dieser genügt ihm aufgrund seiner guten Erde, um Früchte hervorzubringen; ebenso ist Aḷḷāh auch mit einem geringen Almosen zufrieden, das in Aufrichtigkeit allein um Aḷḷāhs willen gegeben wird). Aḷḷāh sieht (alles), was ihr tut.
  2. Wünscht sich einer von euch vielleicht, dass er einen Garten besitzt, in dem Dattelpalmen und Trauben wachsen, durcheilt von Bächen und in dem er Früchte aller Art hat, und dass ihn dann ein hohes Alter ereilt, während seine Kinder noch klein und zu schwach sind (um sich um den Garten kümmern zu können) und dass daraufhin ein feuerbringender Wirbelwind über den Garten kommt und dieser verbrennt?[1] Auf diese Weise macht Aḷḷāh euch die Verse deutlich, damit ihr vielleicht nachdenkt.
  3. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seine Gesandten) glaubt! Spendet von den guten Dingen, die ihr erworben habt und von dem, was Wir aus der Erde für euch hervorbringen. Und hegt dabei nicht die Absicht, nur das Schlechte davon zu spenden, das ihr selbst nicht nehmen würdet, ohne euren Blick angewidert davon abzuwenden. Und wisst, dass Aḷḷāh selbstgenügend ist (und daher weder euch noch eure Spenden braucht) und (von genug anderen) gelobt wird
  4. Der Satan droht euch mit Armut und befiehlt euch, Schändliches zu tun (und geizig zu sein). Aḷḷāh aber verheißt euch Seine (gewaltige) Vergebung (für eure Sünden im Gegenzug dafür, dass der Satan euch Schändliches befiehlt) und Versorgung (dafür, dass er euch mit Armut droht). Aḷḷāh(s Versorgung) umfasst alles und Er weiß (über alles) Bescheid,
  5. Er gewährt Weisheit, wem Er will, und wem Weisheit verliehen wurde[2], dem wurde fürwahr ein großes Gut zuteil. Aber keiner bedenkt dies (und lässt sich ermahnen), außer jenen, die Verstand besitzen (und sich vom Licht Aḷḷāhs leiten lassen).

[1] Das Gleichnis dessen, der Almosen spendet, um dabei gesehen und dafür gelobt zu werden, ist das eben jenes Mannes, dessen so ertragreicher Garten letztendlich zur Gänze vernichtet wird. Denn genauso werden die guten Werke derer am letzten Tag nichtig und nutzlos sein, die nur aus Augendienerei gespendet haben und nicht um Aḷḷāhs willen.

[2] „yu’ta“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Yaʽqūb: „yu’ti“: „und wem Er Weisheit verleiht“.

Aufrufe: 60