1. Und (erinnere dich daran) als Abraham sagte: „Mein Herr, zeige mir, wie Du die Toten zum Leben erweckst!“ Da sprach Er: „Glaubst du denn nicht?“ Er antwortete: „Gewiss, aber (ich möchte es mit eigenen Augen sehen,) um mein Herz zur Gänze zu beruhigen (und meinen Glauben zu stärken).“ Da sagte Aḷḷāh zu ihm: „So nimm vier Vögel, sammle sie um dich und zerstückle[1] sie dann. Danach lege auf jeden Berg einen Teil davon. Ruf sie daraufhin, und sie werden eilig zu dir kommen. Und wisse, dass Aḷḷāh (allen) überlegen und (in jeglicher Hinsicht) weise ist.“
  2. Das Gleichnis (der Belohnung) jener, die ihren Besitz um Aḷḷāhs willen ausgeben, ist das eines Samenkorns, aus dem sieben Ähren wachsen, in jeder Ähre hundert Körner. Aḷḷāh vervielfacht (darüber hinaus) den Lohn wessen auch immer Er will. Aḷḷāh umfasst (mitSeiner Gnade und Seinen Wohltaten) alles und Er weiß (auch alles).
  3. Jene, die ihr Vermögen auf dem Weg Aḷḷāhs spenden und danach gegenüber den Leuten (denen sie gespendet haben) nicht auf ihre gnädige Wohltätigkeit pochen und ihnen keinen Schaden zufügen (sodass ihre Belohnung bei Aḷḷāh hinfällig wird), haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und sie müssen weder Furcht haben (angesichts dessen, was sie im Jenseits erwartet) noch müssen sie (über Vergangenes) bekümmert sein.
  4. Milde Worte (durch die man einen Gläubigen erfreut) und Vergebung sind besser als ein Almosen, dem Verletzungen (demjenigen gegenüber, an den sich das Almosen gerichtet hat) folgen. Aḷḷāh aber braucht (nichts und niemanden)[2] und sanftmütig.
  5. Ihr, die ihr (an Mich und Meine Gesandten) glaubt! Macht euer Almosen nicht zunichte, indem ihr eure gnädige Wohltätigkeit betont und den Leuten (denen ihr etwas gegeben habt) Schaden zufügt, so wie derjenige, der von seinem Vermögen Almosen gibt, um von den Leuten gesehen zu werden und dabei nicht an Aḷḷāh und den letzten Tag glaubt. Sein Gleichnis ist das eines glatten Felsen, der von Erde bedeckt ist und den ein heftiger Regen trifft und ihn kahl zurücklässt. Sie werden (dereinst bei Aḷḷāh) keinerlei Nutzen haben an dem, was sie (an vermeintlich guten Taten) erworben haben. Aḷḷāh führt ein ungläubiges Volk nicht auf den rechten Weg.

[1] „ṣurhunna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ḥamzah, ʼAbū Ǧaʽfar, Ḫalaf und Ruways: „ṣirhunna“: In diesem Fall bedeutet es nach manchen Linguisten auch beides (sammeln und zerstückeln), nach anderen nur „zerstückeln“, nach anderen bezieht sich „ṣurhunna“ nur auf das „Sammeln“, „ṣurhunna“ nur auf das „Stückeln“.

[2] Oder „Aḷḷāh aber ist selbstgenügend“.

Oder: „reich“.

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