1. Was Wir dir als Buch offenbart haben, ist die Wahrheit, und es bestätigt jene Offenbarungen, die ihm vorausgingen. Wahrlich, Aḷḷāh besitzt vollkommene Kenntnis um Seine Diener und sieht alles.
  2. So haben Wir das Buch jenen Unserer Diener als Erbe gegeben, die Wir auserwählten (d.h. der Gemeinschaft Muḥammads). Unter ihnen gibt es manche, die gegen sich selbst sündigen[1], einige, die den Mittelweg einschlagen[2] und manche, die um die guten Dinge mit Aḷḷāhs Erlaubnis wetteifern[3]. Das (d.h. das Buch als Erbe erhalten zu haben) ist die große Gunst.
  3. Die ewigen Gärten des Paradieses werden sie betreten und darin geschmückt sein mit Armreifen aus Gold und Perlen, und ihre Gewänder werden aus Seide sein.
  4. Und sie werden sagen: „Aller Lobpreis gebührt Aḷḷāh, der allen Kummer von uns genommen hat! Wahrlich, unser Herr ist fürwahr Vergebend, Dankbar!
  5. Er ist es, der uns allein durch Seine Gnade in die ewige Heimstatt hat eingehen lassen, wo uns keinerlei Mühsal noch Müdigkeit trifft.“
  6. Jene aber, die nicht glauben, erwartet das Feuer der Hölle. Kein Ende wird ihnen dort bereitet, sodass sie sterben könnten, und ihr Leid wird ihnen auch nicht erleichtert werden. Auf diese Weise üben Wir an all jenen Vergeltung[4], die undankbar sind.
  7. Dort werden sie schreien: „Unser Herr, hol uns raus und wir werden Gutes tun, anderes als das, was wir früher getan haben!“ (Und Aḷḷāh wird ihnen antworten:) „Haben Wir euch denn nicht ein genügend langes Leben gewährt, sodass ein jeder, der dies wollte, die Möglichkeit hatte, sich zu besinnen? Und ist nicht ein Warner zu euch gekommen? Kostet nun das Leid des Höllenfeuers! Für die Übeltäter aber gibt es keinen, der ihnen (Aḷḷāh gegenüber) helfen könnte.“
  8. Wahrlich, Aḷḷāh kennt alles Verborgene der Himmel und der Erde, und Er weiß fürwahr, was die Menschen in ihren Herzen verbergen.

[1] Sie sündigen gegen sich selbst, indem sie sich nicht an die Gebote halten und Verbote missachten.

[2] Damit sind jene gemeint, die die Gebote erfüllen und sich vom Verbotenen fernhalten, aber einiges von dem tun, das zwar nicht verboten, aber zu missbilligen ist (makrūh) und manches von dem unterlassen, das zu tun wünschenswert, wenn auch nicht verpflichtend ist (mustaḥabb).

[3] Hier sind die gemeint, die sowohl die Gebote, als auch das, was wünschenswert ist, erfüllen und sich sowohl von dem, was verboten als auch von dem, was zu missbilligen ist, fernhalten.

[4] Nach Lesart von Abū ʿAmr: „wird an all jenen Vergeltung geübt“, (yuğzā).

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