1. (Und denke, Gesandter Aḷḷāhs, an) den Tag, an dem Er[1] sie allesamt zusammenscharen wird. Dann wird Er[2] die Engel fragen (um dadurch die Polytheisten zu schelten, denn Er weiß es ja am besten): „Haben jene da euch etwa angebetet?“
  2. Die Engel aber werden sagen: „Heilig und erhaben bist Du über das, was sie Dir zuschreiben! Du bist unser Schutzherr, nicht sie. Vielmehr haben sie die (Satane der) Ǧinn angebetet (die ihnen gegenüber vorgaben, Engel zu sein), an sie haben die meisten von ihnen geglaubt.“
  3. Heute (am Tag der Abrechnung) werden sie einander weder einen Nutzen erbringen noch einander Schaden zufügen können, und Wir werden zu denen, die (aufgrund ihres Unglaubens und ihrer Vergehen gegen sich selbst) Unrecht getan haben, sagen: „Kostet nun die Qual des Höllenfeuers, dessen Existenz ihr ja immer geleugnet habt!“
  4. Wann immer ihnen Unsere Klarheit schaffenden Verse vorgetragen wurden, sagten sie: „Dieser Mann will euch nur von dem abbringen, was doch schon eure Väter angebetet haben!“ Und sie sagen: „Das alles ist nichts anderes als eine Lüge, die er sich ausgedacht hat!“ Die, die nicht glauben, sagen über [den Qur’ān], wenn er sie erreicht: „Das ist offensichtlich nichts anderes als Zauberei (da er die Familien spaltet)!“
  5. Wir aber haben ihnen zuvor noch keine Bücher offenbart, die sie studieren (und als Argument gegen die Wahrhaftigkeit des Qur’ān vorbringen) hätten können, und auch haben Wir vor dir (Gesandter Aḷḷāhs) keinen Warner zu ihnen entsandt.
  6. Auch die Völker, die vor ihnen lebten (wie ʽĀd, Ṯamūd, das Volk Lots u), haben bereits die Wahrheit geleugnet. Sie (die Götzendiener deines Volkes, Gesandter Aḷḷāhs) haben nicht einmal ein Zehntel dessen (an Vermögen und Macht) erreicht, was Wir jenen zuteilwerden ließen. Als sie Meine Gesandten aber der Lüge bezichtigten, wie schrecklich war da Meine Missbilligung ihnen gegenüber?
  7. Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Ich rate euch nur eines: dass ihr euch (frei aller eigenen Wünsche) Aḷḷāh zuwendet, zu zweit oder alleine, und dann (über all das, was ihr ja von Muḥammad r wisst, dass er nämlich stets glaubwürdig war, aufrichtig und von gesundem Verstand) nachdenkt: Euer Gefährte ist kein Verrückter. Er ist euch nur ein Warner für euch vor einem schweren Leid, das über euch kommen wird (wenn ihr nicht bereut).
  8. Sag: „Was auch immer ich von euch an Lohn verlangt haben sollte, so dürft ihr ihn haben.[3] Mein Lohn aber ist allein bei Aḷḷāh: Er ist über alles Zeuge.
  9. Sag: „Mein Herr schleudert die Wahrheit gegen alles Falsche, Er, der alles Verborgene in- und auswendig kennt.“

[1] „naḥšuruhum“ nach der Lesart von Ḥafṣ und Yaʽqūb.

Nach der Mehrheit: „naḥšuruhum“: „an dem Wir sie allesamt zusammenscharen werden“.

[2] „yaqūlu“ nach der Lesart von Ḥafṣ und Yaʽqūb.

Nach der Mehrheit: „naqūlu“: „werden Wir“.

[3] Der Gesandte Aḷḷāhs r hat niemals nach Lohn für die Überbringung seiner Botschaft verlangt. Durch diese hypothetische Aussage nimmt er ihnen das letzte Argument, als wollte er sagen: Angenommen es ist wahr, ich habe Lohn verlangt, dann nehmt ihn für euch. Wollte ihr meinem Aufruf nun folgen?“

Aufrufe: 16