1. [1]Fürwahr, die (Bewohner von) Saba‘ hatten an ihrem Wohnort[2] ein deutliches Zeichen (der Gunst, die Aḷḷāh ihnen erwies). Zwei (fruchtbare) Gärten, einen zur Rechten und einen zur Linken.[3] (Und Er hatte zu ihnen gesagt:) „Esst von dem, womit euer Herr euch versorgt hat, und seid Ihm dankbar, (denn) dieses Land ist ein gutes Land, und (euer Herr ist) ein stets vergebender.“
  2. Sie aber weigerten sich (Aḷḷāh dankbar zu sein und an Ihn zu glauben), und so sandten Wir eine Sturmflut über sie (die ihren Damm brach und ihre Felder überflutete) und gaben ihnen an Stelle ihrer beiden (fruchtbaren) Gärten zwei Gärten mit bitteren Früchten, Tamarisken[4] und einigen wenigen Zedern.
  3. So übten Wir an ihnen wegen ihrer Undankbarkeit Vergeltung. Denn wem sonst vergelten Wir[5] in dieser Weise, als dem überaus Undankbaren?
  4. Wir hatten zwischen sie (Saba‘ im Jemen) und zwischen den Ortschaften (in Großsyrien), denen Wir reichlichen Segen zuteilwerden ließen, andere nahe Ortschaften gesetzt und hatten es ihnen leicht gemacht, (von Ort zu Ort) zu reisen (und zu ihnen gesagt): „Reist im Land in Sicherheit (vor Hunger, Durst oder Feinden) bei Nacht oder bei Tag (wann immer ihr wollt)!“
  5. Sie aber sagten (voll Übermut und Leichtsinn): „Unser Herr, mach die Entfernungen unserer Reiseabschnitte größer (damit die Mittellosen solche Strecken nicht zurücklegen können)!“.[6] So versündigten sie sich gegen sich selbst, und Wir machten sie zum Gegenstand von (abschreckenden) Geschichten (die die Nachkommenden über sie erzählten) und zerstreuten sie in allen Ländern (so dass sie einander nicht mehr erreichen konnten). Darin liegen wahrlich lehrreiche Zeichen für jeden (angesichts von Widrigkeiten in seinem Glauben) sehr Geduldigen und (für die Wohltaten Aḷḷāhs) stets Dankbaren.
  6. ’Iblīs sah wahrlich, dass seine Meinung über sie sich bestätigt hatte. Denn, außer einer Schar der Gläubigen, waren sie ihm alle gefolgt.
  7. Obwohl er keine Macht über sie besaß. (Denn Wir erlauben ihm) nur deswegen (die Menschen in Versuchung zu führen) um zu zeigen, wer von ihnen an das Jenseits glaubt und wer diesbezüglich im Zweifel ist. Dein Herr aber wacht über alle Dinge.
  8. Sag (Gesandter Aḷḷāhs): „Ruft doch diejenigen an, von denen ihr behauptet habt sie (besäßen) neben Aḷḷāh (ebenso Göttlichkeit)! Sie besitzen aber weder in den Himmeln noch auf Erden auch nur das Gewicht eines Staubkörnchens an Macht, noch haben sie (neben Aḷḷāh) irgendeinen Anteil an [Himmel und Erde], noch bedarf Er ihrer als Helfer.“

[1] Nach dem Beispiel Davids und Salomos, folgt nun ein Beispiel der Undankbarkeit Aḷḷāh gegenüber.

[2] „maskanihim“ nach der Lesart von Ḥafṣ und Ḥamzah, nach Kisā’iyy und Ḫalaf: „maskinihm“.

Nach der Mehrheit: „masākinihim“: „ihren Wohnorten“.

[3] Hier endet nur nach der šāmischen Zählung ein Vers.

[4] Eine Art fruchtloser Pflanzen.

[5] „nuǧāzī/al-kafūra“ nach der Lesart von Ḥafṣ, Ḥamzah, Kisā’iyy, Yaʽqūb und Ḫalaf.

Nach der Mehrheit: „yuǧāzā/al-Kafūru“: „wem sonst wird in dieser Weise vergolten“.

[6] „rabbanā bāʽid“ nach der Lesart der Mehrheit, nach Ibn Kaṯīr, ʼAbū ʽAmr und Hišām: „baʽʽid“.

Nach Yaʽqūb: „Rabbunā bāʽada“: „Unser Herr hat die Entfernungen unserer Reiseabschnitte größer gemacht!“ Nachdem sie selbst darum gebeten haben, haben sie sich im Nachhinein darüber beschwert!

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