1. Jene Gesandten (die wir dir gegenüber erwähnt haben) -Einige von ihnen haben Wir anderen gegenüber (durch besondere Gnaden) bevorzugt. So gibt es unter ihnen solche, zu denen Aḷḷāh gesprochen hat (wie Moses) und solche, denen Er einen (noch) höheren Rang verliehen hat (wie z.B. Muḥammad, der als einziger Gesandter an die gesamte Menschheit entsandt wurde und der letzte der Gesandten ist). Und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, (die Fähigkeit) Wunder (zu vollbringen) und ließen ihm die Unterstützung der reinen Geist (nämlich Gabriels) zuteilwerden.[1] Und hätte Aḷḷāh es so gewollt, dann hätten jene, die nach ihnen kamen, sich nicht gegenseitig bekämpft, nachdem die klaren Zeichen (der Wahrheit) zu ihnen gekommen waren. Sie aber wurden uneins: Manche von ihnen glaubten, und andere waren ungläubig. Hätte Aḷḷāh es gewollt, so hätten sie sich nicht gegenseitig bekämpft, aber Aḷḷāh tut, was immer Er will (und leitet durch Seine Gnade recht und gemäß Seiner Gerechtigkeit und Weisheit in die Irre).
  2. Ihr die ihr (in Aḷḷāh und Seine Gesandten) glaubt, spendet von dem, womit Wir euch versorgen, bevor ein Tag kommt, an dem es keinerlei Handel, Freundschaft oder Fürsprache geben wird. Die Ungläubigen sind die wahren Ungerechten.
  3. Aḷḷāh, es gibt keine wahre Gottheit außer Ihm, dem Lebenden (vollkommenen Lebens)[2], der unablässig für (Seine Geschöpfe) Sorgende[3].[4] Ihn überkommt (daher) weder Müdigkeit noch Schlaf. Ihm (allein) gehört alles, was sich in den Himmeln und auf Erden befindet. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte, es sei denn, mit Seiner Erlaubnis? Er allein weiß, was vor ihnen (in der Zukunft) und was hinter ihnen (in der Vergangenheit) liegt. Sie aber erlangen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Sein Thronschemel (worauf der Herr Seine beiden Füße stellt) umfasst Himmel und Erde (trotz ihrer gigantischen Ausmaße). Es ist nicht schwer für Ihn, sie beide zu bewahren. Er ist der (absolut) Erhabene[5] und der Herrliche[6].
  4. Es gibt keinen Zwang, geben, die Religion (des Islam anzunehmen).Deutlich erkennbar ist nun [der Weg der] Besonnenheit vom [Weg des] Irrtums. Wer darum alles leugnet, das anstelle Aḷḷāhs angebetet wird (und sich von ihm lossagt) und allein an Aḷḷāh (als den einzigen wahren Gott) glaubt, der hat damit den festesten Halt[7] ergriffen, bei dem es (bis über den Tag der Auferstehung hinaus) kein Zerreißen gibt. Aḷḷāh hört und weiß (alles).

[1] Wo auch immer Jesus umherzog, war Gabriel u mit ihm.

[2] Sein Leben weist keinen Mangel auf: Es war niemals nicht da, Er erkrankt oder ermüdet nie und wird niemals sterben.

[3] Oder: Der-Sich-um-Seine-Diener-Kümmernde, der Sich (um alles) Kümmernde.

[4] Hier endet nach der letzten ḥiǧāzischen und baṣrischen Zählung ein Vers.

[5] Auch: „der Hohe“ im Sinne von „der Höchste“, denn alle Eigenschaften werden Aḷḷāh auf die vollkommenster Weise zugeschrieben wie es Seiner gebührt Y.

[6] Oder: „Verherrlichte“, „Gewaltige“.

[7] Wortwörtlich: „Schleife“, „Band“.

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