1. über diese Welt und das Jenseits. Sie fragen dich auch über die (Versorgung der) Waisen. Sag: Ihre Lage zu verbessern (indem man zu ihrer Versorgung nicht auf ihr eigenes Vermögen zurückgreift), ist vorzuziehen. Wenn ihr eure Vermögen aber zusammentut (um für sie zu sorgen, so ist nichts dagegen einzuwenden), sie sind ja eure Geschwister. Aḷḷāh weiß wohl den Übeltäter (der ihr Vermögen verschlingen will) von demjenigen zu unterscheiden, der Gutes tut. Und hätte Aḷḷāh es gewollt, so hätte Er euch (in Bezug auf die Waisen) fürwahr Härten auferlegt (indem ihr ihr Vermögen von dem eurigen trennt). Aḷḷāh aber ist wahrlich (allen) überlegen (sodass Er Härten ohne Weiteres auferlegen kann) und weise (in Seiner Gesetzgebung).
  2. Heiratet keine Götzendienerinnen, ehe sie (an Aḷḷāh allein) glauben. Denn eine gläubige Sklavin ist besser als eine (freie) Götzendienerin, selbst wenn sie euch noch so gut gefällt. Und verheiratet gläubige Frauen nicht mit Götzendienern, bis sie an Aḷḷāh allein glauben. Ein gläubiger Sklave ist fürwahr besser als ein (freier) Götzendiener, auch wenn er euch noch so gefallen mag. Jene (Männer und Frauen, die neben Aḷḷāh anderem Göttlichkeit zuschreiben) rufen (durch ihre Worte und Taten) zum Höllenfeuer, Aḷḷāh aber ruft zum Paradies und zur Vergebung mit Seiner Erlaubnis (und durch Seine Gnade), und Er verdeutlicht den Menschen Seine Zeichen, damit sie darüber nachdenken (und entsprechend handeln).
  3. [Deine Gefährten] fragen dich (Gesandter Aḷḷāhs) nach der Menstruation[1]. Sag: Sie ist eine Plage. So enthaltet euch (des Geschlechtsverkehrs) während der Menstruation, und kommt ihnen nicht nahe (um mit ihnen den Geschlechtsverkehr zu vollziehen), bis sie wieder rein sind[2]. Wenn sie sich dann (gemäß dem Ġusl[3]) gereinigt haben, geht zu ihnen, wie Aḷḷāh es euch geboten hat.[4] Wahrlich, Aḷḷāh liebt die, die sich (Ihm) in Reue zuwenden und die, die sich (vor Schmutz) reinigen.
  4. Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch (indem sie eure Kinder zur Welt bringen), so geht zu eurem Saatfeld, wo und wie auch immer ihr wollt[5]. Doch schickt für euch Gutes voraus, und nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht! Seid euch bewusst, dass ihr Ihm begegnen werdet, und berichte den Gläubigen von dem Guten (das sie dann erwartet).
  5. Und macht nicht die Tatsache, dass ihr etwas bei Aḷḷāh geschworen habt, zum Hinderungsgrund dafür, gütig und achtsam zu handeln und zwischen den Menschen Frieden zu stiften[6]. Aḷḷāh hört und weiß (alles).

[1] Oder: „Stelle, an der das Menstruationsblut ausfließt“.

Oder: „dem Menstruationsblut“.

[2] „yaṭhurna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Šuʽbah, Ḥamzah, Kisā’iyy und Ḫalaf: „yaṭṭahharna“: „bis sie den Ġusl (die rituelle Ganzwaschung) vollzogen haben“.

[3] Die rituelle Ganzwaschung.

[4] D. h. verkehrt mit ihnen nur vaginal und nur wenn sie nicht menstruieren.

[5] D.h. solange es sich nicht um Analverkehr handelt, der verboten ist. Die Position spielt dabei keine Rolle.

[6] Wenn jemand bei Aḷḷāh einen Eid geschworen hat, etwas zu tun oder zu unterlassen, dann aber erkennt, dass das Gegenteil tugendhafter und gottesfürchtiger ist, dann soll er seinen Eid brechen, das tun, was richtig ist und für den gebrochenen Eid Sühne leisten.

Aufrufe: 63