1. Euch wurde der Kampf (auf dem Weg Aḷḷāhs) zur Pflicht gemacht, auch wenn er euch (von Natur aus) verhasst ist (da dadurch ausgibt und sich selbst Gefahren aussetzt). Aber manchmal mag es sein, dass euch etwas verhasst ist, was eigentlich gut für euch ist, und manchmal mag es sein, dass ihr etwas liebt, was eigentlich schlecht für euch ist. Aḷḷāh weiß es, ihr aber wisst es nicht (deshalb vertraut Ihm, indem ihr Seinem Aufruf folgt).
  2. Sie fragen dich (Gesandter Aḷḷāhs) nach dem Kampf im heiligen Monat.[1] Sag: „In ihm zu kämpfen ist schwerwiegend. Aber (die Menschen) vom Weg Aḷḷāhs abzubringen, nicht an Ihn zu glauben, den Gläubigen den Zutritt zur unverletzlichen Gebetsstätte zu verwehren (wie es die Polytheisten mit den Muslimen im 6. Jahr n. H. getan haben) und sie von dort zu vertreiben ist aus der Sicht Aḷḷāhs noch schwerwiegender. Die Versuchung (der Götzendienerei) ist schlimmer als zu töten. Sie werden nicht aufhören, gegen euch (auf ungerechte Weise) zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie könnten. Wer von euch aber von seinem Glauben abfällt und als Ungläubiger stirbt – jene sind es, deren gute Werke im Diesseits und im Jenseits nichtig sein werden, und jene sind die Insassen des Höllenfeuers, in dem sie (ewig) bleiben werden.
  3. Wahrlich, jene, die glauben und jene, die ausgewandert sind und auf dem Weg Aḷḷāhs kämpfen (damit Aḷḷāhs Wort das Höchste ist) – jene sind es, die nach der Gnade Aḷḷāhs trachten. Aḷḷāh vergibt (Seinen Dienern) ständig und ist (ihnen gegenüber) gnädig.
  4. Sie fragen dich (Gesandter Aḷḷāhs) nach dem Berauschenden (wie Wein) und Glücksspiel. Sag: „In ihnen liegt große[2] Sünde (wie Streit, der Verlust des Vermögens und Verstandes) und auch einiger Nutzen für die Menschen (wie der Wirtschaftliche). Ihr Übel aber ist größer als ihr Nutzen.“[3] Und sie fragen dich danach, was sie spenden sollen.[4] Sag: „Den Überschuss.“[5] Auf diese Weise verdeutlicht euch Aḷḷāh Seine Gebote, damit ihr nachdenken mögt,[6]

[1] Diese Monate sind: Ḏū l-Qaʿdah (11), Ḏū l-Ḥiğğah (12), al-Muḥarram (1) und Rağab (7).

[2] „kabīrun“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ḥamzah und Kisā’iyy: „kaṯīrun“: „viel“.

[3] Dieser Vers war eine Vorbereitung auf das endgültige Verbot in Māʼidah 5:90.

[4] Hier endet nur nach der letzten medinensischen Zählung ein Vers.

[5] „al-ʽafwa“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū ʽAmr: „al-ʽafwu“: „Der Überschuss (ist es, den ihr spenden sollt).“

Später wurde die verpflichtende Abgabe, Zakāh, vorgeschrieben.

[6] Hier endet nach der letzten medinensischen, kūfischen und šāmischen Zählung ein Vers.

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