1. Frag doch (du, Gesandter Aḷḷāhs) die Kinder Israels, wie viele deutliche Beweise Wir ihnen vorgelegt haben (die die Wahrhaftigkeit der Gesandten bestätigt haben). Wer aber [den Sinn der] Gnade Aḷḷāhs (nämlich die Rechtleitung der Beweise), nachdem sie ihm zuteilwurde, austauscht (indem er sie zur Ursache seiner Fehlleitung macht) – so ist Aḷḷāh fürwahr streng im Strafen.
  2. Jenen, die nicht glauben, erscheint das weltliche Leben voll Glanz, und sie machen sich über die Gläubigen lustig. Aber die, die die sich (vor Aḷḷāh) in Acht nehmen, werden am Tag der Auferstehung über ihnen stehen. Aḷḷāh versorgt, wen immer Er will, ohne abzurechnen.
  3. Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft (von Gläubigen, die ihrem Vater Adam u gefolgt waren, bis der Satan sie verführte und sie uneins wurden). Daher sandte Aḷḷāh die Propheten als Überbringer froher Botschaft und als Warner, und Er offenbarte (durch Seine Gesandten) die Bücher, die die Wahrheit enthielten, um zwischen den Menschen hinsichtlich dessen zu richten[1], worüber sie uneins waren. Aber niemand anderer war darüber (nämlich über die Thora) uneins, als (gerade eben) jene, denen sie (und das Wissen darüber) gegeben worden waren, und dies aus Ungerechtigkeit (und Eifersucht untereinander), nachdem ihnen (doch) die klaren Zeichen dargelegt worden waren. Da führte Aḷḷāh jene, die glaubten, mit Seiner Erlaubnis zur Wahrheit, über die sie sich uneinig waren (und gab ihnen das Vermögen, die Wahrheit von der Lüge klar unterscheiden zu können). Denn Aḷḷāh leitet auf den rechten Weg, wen immer Er will[2].
  4. Oder meint (Ihr Gläubigen) vielleicht, dass ihr ins Paradies eingehen werdet, ohne dass euch das (an Prüfungen) trifft, was auch jene vor euch getroffen hat? Not (wie Armut) und Leid (wie Krankheit) erfasste und sie wurden (durch Furcht) erschüttert, bis[3] selbst der Gesandte und jene, die mit ihm gläubig waren, sagten: „Wann kommt denn Hilfe von Aḷḷāh?“ Doch fürwahr, Aḷḷāhs Beistand ist (den auf Ihn vertrauenden Gläubigen stets) nahe.
  5. [Deine Gefährten] fragen dich (Gesandter Aḷḷāhs) danach, was (und wem) sie spenden sollen. Sag: „Was immer ihr an Gutem (d.h. an Erlaubtem) spendet, ist für die Eltern, die Verwandten, die Waisen, die Bedürftigen und die Reisenden (denen die Mittel ausgegangen sind). Und was immer ihr an Gutem tut, wahrlich, Aḷḷāh weiß es (und wird euch dafür belohnen).

[1] „liyaḥkuma“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū Ǧaʽfar: „liyuḥkama“: „damit zwischen den Menschen hinsichtlich dessen gerichtet wird“.

[2] Oder: „wer immer dies will“

[3] „yaqūla“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ: „yaqūlu“: „sodass“.

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