1. Tötet sie, wo immer ihr sie findet, und vertreibt sie von jenem Ort, von dem sie euch (zuvor) vertrieben haben (nämlich aus Mekka). Denn (andere in) Versuchung (zu bringen, indem man sie vom Islam abzuhalten und zur Rückkehr zum Unglauben zu zwingen versucht) ist schlimmer als zu töten. Greift sie aber nicht bei der heiligen Gebetsstätte (in Mekka) an, es sei denn, sie greifen euch (zuerst) dort an. Wenn sie euch aber als Erste (bei der heiligen Gebetsstätte) angreifen, dann tötet sie. So aber sieht die Vergeltung für die Ungläubigen aus (wenn sie den Kampf bei der Heiligen Moschee beginnen).
  2. Wenn sie aber (von ihrem Angriff und Unglauben) ablassen, so vergibt Aḷḷāh (ihnen) und ist gnädig (und wird sie, so sie bereuen, für ihre vergangenen Taten nicht zur Rechenschaft ziehen).
  3. Kämpft gegen sie, damit es keine Verführung (zum Unglauben) gibt (und keiner vom Weg Aḷḷāhs abgehalten wird) und damit die Religion Aḷḷāhs die Oberhand hat[1]. Wenn sie aber (vom Unglauben und davon, andere vom Weg Aḷḷāhs abzuhalten) ablassen, dann soll es keinerlei Feindschaft geben, außer gegenüber den Ungerechten (die dies weiterhin tun).
  4. Der unverletzliche Monat (des Jahres 7h., in dem Aḷḷāh es den Gläubigen ermöglichte, die ʿUmrah zu vollziehen) ist (die Entschädigung) für den unverletzlichen Monat (des Jahres 6h., als die Götzendiener den Gläubigen den Zutritt zur Kaʿbah verwehrt hatten). Für die unverletzlichen Dinge betreffend (wie etwa die unverletzlichen Monate oder der unverletzliche Bezirk um die Kaʿbah) gilt die (gerechte) Vergeltung.[2] Wer euch darum angreift, dem vergeltet seinen Angriff in gleicher Weise (und überschreitet dieses Maß nicht), und nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht, und seid euch bewusst, dass Aḷḷāh mit den Achtsamen ist.
  5. Gebt von eurem Vermögen auf dem Weg Aḷḷāhs aus, und stürzt euch nicht selbst ins Verderben (indem ihr euch dem Kampf und Bemühen auf dem Weg Aḷḷāhs verweigert). Tut Gutes, denn wahrlich, Aḷḷāh liebt die Gutestuenden.
  6. Vollzieht den Ḥağğ und die ʿUmrah allein um Aḷḷāhs willen in vollständiger Weise. Wenn ihr daran aber (durch Krankheit oder Feindseligkeiten) gehindert werdet, dann bringt als Opfertier (ein Kamel, eine Kuh, ein Schaf oder Eine Ziege) dar, was immer euch leichtfällt (um so euren Weihezustand zu beenden). Schert (oder kürzt) aber euer Haupthaar nicht, bis das Opfertier seinen Schlachtort erreicht hat[3]. Wer von euch jedoch krank ist oder ein Leiden (wie Läuse oder dergleichen) an seinem Kopf hat (und sich darum das Haar schon davor abgeschoren hat), der soll durch (dreitägiges) Fasten, ein Almosen (die Speisung von sechs Bedürftigen je ein halbes Ṣāʽ Nahrung) oder die Opferung eines Schlachttieres dafür Ersatz leisten (und den Bedürftigen des heiligen Gebiets spenden). Wenn ihr aber in Sicherheit seid (und keine feindlichen Angriffe zu fürchten habt) und einer (im gleichen Jahr, in der er auch die Ḥağğ vollziehen will) die ʿUmrah vor dem Ḥağğ vollziehen möchte (ohne zwischenzeitig die heilige Zone zu verlassen), dann soll er an Opfertieren eines darbringen, das ihm leichtfällt. Wer das aber nicht zu leisten vermag, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben Tage nach (Antritt) eurer Rückkehr: Das sind zusammen zehn Tage. Das betrifft (nur) den, dessen Familie nicht bei der unverletzlichen Gebetsstätte wohnhaft ist. Nehmt euch vor Aḷḷāh in Acht und wisst, dass Aḷḷāh streng im Strafen ist.

[1] Oder: „bis niemand angebetet wird außer Aḷḷāh“.

[2] Greifen sie die Muslime innerhalb der heiligen Zone an, ist ihnen der Kampf erlaubt.

[3] Wem der Zutritt zum unverletzlichen Bezirk um die Kaʿbah verweigert wird, der soll sein Opfertier dort schlachten, wo er aufgehalten wurde, und wer freien Zugang hat, der soll es an dem dafür bestimmten Schlachtplatz, nämlich im heiligen Bezirk, schlachten.

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