1. [1]Wahrlich, was aber jene betrifft, die ungläubig sind (und darauf beharren), so ist es einerlei, ob du sie warnst oder nicht warnst – sie glauben nicht.
  2. Aḷḷāh hat (nämlich) ihre Herzen und ihr Gehör versiegelt, und über ihren Augen liegt ein Schleier (sodass sie die Wahrheit trotz ihrer Deutlichkeit nicht mehr wahrnehmen können), und sie werden (am Tag der Auferstehung) gewaltiges Leid erfahren.
  3. [2]Unter den Menschen gibt es manche, die sagen: „Wir glauben an Aḷḷāh und an den letzten Tag“, aber (in Wahrheit) glauben sie nicht.
  4. Sie suchen Aḷḷāh und die Gläubigen zu täuschen. Tatsächlich aber täuschen sie damit nur sich selbst, ohne sich dessen klar zu sein (da Aḷḷāh ihr Innerstes kennt).
  5. In ihren Herzen ist (nämlich) die Krankheit (des Zweifels), und so mehrt Aḷḷāh ihren Zweifel, und ihnen wird aufgrund ihres ständigen Lügens[3] schmerzliches Leid[4] widerfahren.
  6. Wenn zu ihnen gesagt wird: „Richtet (durch euren Unglauben und eure Sünden) kein Unheil an auf Erden!“, dann entgegnen sie: „Wir sind es doch, die Frieden und Ordnung stiften!“[5]
  7. Hört! Tatsächlich sind sie es, die Verderben stiften, aber sie sind sich dessen nicht bewusst.
  8. Und wenn (sie zum Glauben aufgefordert werden, indem) zu ihnen gesagt wird: „Glaubt doch, so wie die Menschen (nämlich die Gefährten des Propheten r) glauben“, dann antworten sie (spöttisch): „Sollen wir vielleicht glauben, so wie die Schwachsinnigen?“ Hört! Tatsächlich sind sie es, sie sind die Schwachsinnigen, aber sie wissen es nicht.
  9. Wenn sie den Gläubigen begegnen, sagen sie: „Wir glauben (wie ihr)“, und wenn sie mit ihren Satanen (ihren Anführern) zusammen sind, sagen sie: „Wir sind wahrlich auf eurer Seite. Wir treiben nur unseren Spott (mit den Gläubigen).“
  10. Aḷḷāh aber treibt Seinen Spott mit ihnen (indem sie nur im Diesseits wie Muslime behandelt werden) und lässt sie in ihrer (hochmütigen) Auflehnung blind umherirren.
  11. Sie sind es, die die Rechtleitung (den Glauben an Aḷḷāh und Seinen Gesandten r) gegen den Irrtum (den Unglauben) eingetauscht haben. Weder aber hat ihnen ihr Handel irgendeinen Gewinn gebracht noch sind sie auf dem rechten Weg.

[1] Nachdem Aḷḷāh diejenigen Menschen beschrieb, die sowohl innerlich als auch äußerlich geläutert sind, erwähnt Er Y nun jene, die in beiderlei Hinsicht verdorben sind.

[2] Nun erwähnt Aḷḷāh eine dritte Kategorie von Menschen, nämlich jene, die nach außen hin geläutert erscheinen, innerlich allerdings nicht: die Heuchler.

[3] „yakḏibūna“ nach der Lesart von ʽĀṣim, Ḥamzah, Kisāʼiyy und Ḫalaf.

Nach der Mehrheit: „yukaḏḏibūna“: „und ihnen wird schmerzliches Leid widerfahren, weil sie stets (Aḷḷāhs Gesandten r) der Lüge bezichtigten.“

[4] Hier („alīm“) endet nur nach der šāmischen Zählung ein Vers.

[5] Hier endet nur nach der baṣrischen Zählung kein Vers.

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