1. Wer von Seiten des Erblassers aber (unbeabsichtigte) Abweichungen oder ein (absichtliches) Unrecht befürchtet und zwischen [den Erben] eine friedliche Einigung herbeiführt, den trifft keine Schuld, denn wahrlich, Aḷḷāh ist vergibt immer wieder (wenn man sich Ihm reuig zuwendet) und ist Gnädig.
  2. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh) glaubt (und Seinem Gesandten folgt)! Das Fasten ist eine Pflicht für euch, so wie es auch für jene vor euch eine Pflicht war, damit ihr euch (vor Aḷḷāh) in Acht nehmt!
  3. Es sind (nur) wenige Tage. Wer von euch aber (so) krank ist (dass ihm das Fasten schwerfallen würde) oder sich auf einer Reisen befindet, der soll eine entsprechende Anzahl anderer Tage fasten. Und diejenigen, die zu Fasten imstande sind[1] (und ihr Fasten dennoch brechen), ist als Ersatz (für jeden Tag, an dem das Fasten gebrochen wurde) die Speisung auferlegt: nämlich die eines Bedürftigen.[2] Und wenn jemand darüber hinaus freiwillig noch mehr an Gutem tut (indem er mehr als er muss spendet), so ist es besser für ihn. Zu fasten aber ist besser für euch (als stattdessen einen Bedürftigen zu speisen), wenn ihr nur wüsstet (welcher Vorzug darin liegt)![3]
  4. Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’ān (zum untersten Himmel) hinabgesandt wurde[4] (und zwar in der Nacht der Bestimmung, Lailatu l-Qadr) als Rechtleitung für die Menschen und als deutliche Beweise dieser Rechtleitung[5] und als Maßstab zur Unterscheidung (zwischen wahr und falsch). Wer darum von euch (ab jetzt) während dieses Monats zugegen ist, der soll in ihm fasten. Wer aber krank (sodass im das Fasten schwerfällt) oder auf Reisen ist, der soll eine entsprechende Anzahl anderer Tage fasten. Aḷḷāh möchte es euch (mit dieser Bestimmung) leicht und nicht schwer machen, damit ihr die Anzahl der (zu fastenden) Tage vervollständigt und (am Ende des Fastenmonats) Aḷḷāh als den Größten lobpreist, dafür, dass Er euch (zum Fasten) geleitet hat, und damit ihr dankbar sein mögt.
  5. Wenn dich (Gesandter Aḷḷāhs) Meine Diener nach Mir (Meiner Nähe und Erhörung ihrer Bittgebete) fragen, so bin Ich fürwahr nahe. Ich erhöre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich (allen) ruft (und deshalbbedarf es dazu keines Vermittlers und keiner Erhebung der Stimme). Darum sollen sie Meinem Aufruf folgen und an Mich glauben, damit sie Besonnenheit erlangen.

[1] Oder: „Und denjenigen, denen [das Fasten] schwerfällt, ist als Ersatz usw.“

[2] „fidaytun ṭaʽāmu miskīn“ nach der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ, Ibn Ḏakwān und ʼAbū Ǧaʽfar: „fidyatu ṭaʽāmi masākīn“: „die Speisung von Bedürftigen“.

Nach Hišām: „fidyatun ṭaʽāmu masākīn“: „die Speisung auferlegt: nämlich die von Bedürftigen“.

[3]  Am Anfang war man vor die Wahl gestellt: Entweder man fastet oder man leistet eine Spende. Dieser Vers wurde durch den folgenden aufgehoben.

[4] Oder: „Der Monat Ramadan ist es, in dem die Herabsendung des Qur’ān begann“.

[5] Mit der ersten Rechtleitung sind die Wegweisungen des Qurʼān zum Guten gemeint, mit der Zweiten, die Hinweise auf das gemeint, was viele Menschen leugnen, wie der Tauḥīd und die Gesandtschaft Muhammads r und alle anderen Hinweise.

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