1. Aber wenn zu ihnen gesagt wird: „Folgt dem, was Aḷḷāh (an Rechtleitung) herabgesandt hat!“, dann antworten sie (trotzig): „Nein, wir folgen lieber dem (Glauben und den Traditionen), bei dem wir unsere Väter vorgefunden haben.“ Wie? Auch wenn ihre Väter ihren Verstand nicht gebraucht haben und nicht dem rechten Weg gefolgt sind?
  2. Das Gleichnis derer, die nicht glauben (und blind ihren Vorvätern folgen), ist das des Viehs, das den Ruf des Hirten zwar hört, das aber darin nichts anderes vernimmt, als einen lauten oder leisen Ruf (aber nichts versteht). Taub, stumm und blind (gegenüber der Wahrheit) sind sie, weil sie ihren Verstand nicht gebrauchen.[1]
  3. Ihr, die ihr (an Aḷḷāh und Seinen Gesandten) glaubt, esst von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgen, und seid Aḷḷāh dankbar, wenn ihr wirklich Ihm allein dient.
  4. Verboten ist euch nur das tote Tier (das nicht gemäß dem islamischen Gesetz geschlachtet wurde), (das während des Schlachtens ausfließende)[2] Blut, Schweinefleisch und das, worüber (bei der Schlachtung) ein anderer Name als der Aḷḷāhs angerufen wurde. Wer aber dazu gezwungen ist, ohne eigenes Begehren und ohne das Maß zu überschreiten, den trifft keine Schuld, denn wahrlich, Aḷḷāh vergibt häufig und ist Gnädig.
  5. Die, die etwas von dem verheimlichen, was Aḷḷāh in der Schrift hinabgesandt hat[3] und es für einen nichtigen Gewinn (wie Herrschaft und Ansehen) verkaufen, jene sind es, die ihre Bäuche mit nichts anderem als Feuer füllen, und Aḷḷāh wird am Tag der Auferstehung nichts zu ihnen sagen (was sie erfreuen wird), Er wird sie nicht reinigen, und sie erwartet schmerzliches Leid.
  6. Jene (die dieses ihr Wissen zurückhalten) sind es, die den Irrtum im Austausch für die Rechtleitung und die Strafe (im Jenseits) im Austausch für die Vergebung (Aḷḷāhs) erkauft haben. Wie kann es sein, dass sie das Höllenfeuer so geduldig ausharren?[4]
  7. So (aber wird ihnen vergolten werden), denn Aḷḷāh sandte die offenbarten Bücher mit der Wahrheit herab (damit sie den Menschen dargelegt und nicht, damit sie verheimlicht werden). Jene aber, die sich über die Schriften uneins sind (und an manches glauben und an manches nicht), befinden sich in Widerstreit und weitab (der Wahrheit).

[1] Deshalb profitieren sie von ihr nicht, wenn sie sie hören oder sehen. Darüber hinaus sprechen sie sie nicht aus.

[2] Siehe Sūrah al-ʼAnʽām 6:145.

[3] D.h. die Gelehrten unter den Juden und Christen, die die Ankündigung des Auftretens Muḥammads r in ihren eigenen offenbarten Schriften verheimlichen.

[4] Sie begehen Sünden wie jemand, der weiß, dass er die Hölle schon aushalten wird.

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