1. Wahrlich, in der Erschaffung der Himmel und der Erde und dem Wechsel von Nacht und Tag, in den Schiffen, die über das Meer eilen mit dem, was für die Menschen von Nutzen ist, und in dem Regen, den Aḷḷāh vom Himmel herabkommen lässt und damit die Erde nach ihrem Tod wieder zum Leben erweckt, in all den Tieren, die Er auf ihr sich ausbreiten lässt, in dem Wechsel der Winde und in den dienstbar gemachten Wolken (die) zwischen Himmel und Erde (dahin eilen) – in all dem liegen fürwahr Zeichen für Leute, die ihren Verstand gebrauchen.
  2. Und dennoch gibt es unter den Menschen solche, die Aḷḷāh andere als Ihm ebenbürtig zur Seite stellen und sie so wie Aḷḷāh lieben. Jene aber, die glauben, sind am stärksten in ihrer Liebe zu Aḷḷāh (da sie Ihn in guten wie in schlechten Zeiten lieben). Wenn aber die, die (durch die Vielgötterei) Unrecht tun, ihr Leid im Jenseits sehen[1] könnten[2] (so würden sie begreifen), dass[3] Aḷḷāh allein alle Macht innehat und dass Er streng im Strafen ist!
  3. Dies wird dann sein, wenn die Anführer sich von jenen, die ihnen (einst auf Erden) gefolgt sind, lossagen, dann nämlich, wenn sie das Leid sehen werden und alle Hoffnung (auf Rettung) zerschlagen ist.
  4. Die, die einst ihren Anführern (blind) gefolgt sind, werden sagen: „Würde uns doch nur eine Rückkehr (ins Diesseits) gewährt, damit wir uns von ihnen lossagen können, so wie sie sich nun von uns lossagen!“ So wird Aḷḷāh ihnen ihr Tun vor Augen führen, zu ihrem eigenen Kummer (nämlich durch die Erkenntnis, dass ihre einstige Gefolgschaft nichtig und wertlos war), und sie werden aus dem Höllenfeuer nicht mehr hinausgelangen.
  5. O ihr Menschen, esst von dem auf Erden, was erlaubt und gut ist, und folgt nicht den Spuren des Satans, denn wahrlich, er ist euch ein offener Feind.
  6. Er befiehlt euch nur, Schlechtes zu tun und die übelsten Abscheulichkeiten zu begehen und über Aḷḷāh das zu sagen, wovon ihr kein Wissen besitzt[4].

[1] „yarauna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir: „yurauna“: „ihnen ihr Leid (im Jenseits) gezeigt wird“.

[2] „yarā“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Nāfiʽ, Ibn ʽĀmir, einer Version von Ibn Wardān und Yaʽqūb: „tarā“: „Wenn du aber das Leid derer, die (durch die Vielgötterei) Unrecht tun, im Jenseits sehen könntest und dass Aḷḷāh allein alle Macht innehat und dass Er streng im Strafen ist (dann würdest du etwas Gewaltiges sehen)“.

[3] „ʼanna/wa-ʼanna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū Ǧaʽfar und Yaʽqūb: „ʼinna“/wa-ʼinna“: „(dann würdest du sagen: „Wahrlich, Aḷḷāh hat alle Macht inne und Aḷḷāh ist streng im Strafen!“

[4] D.h. über die Glaubensgrundlagen oder Gebote und Verbote zu sprechen, ohne ausreichendes Wissen zu besitzen.

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