1. Jene (Gelehrten unter den Juden und Christen), denen Wir die Offenbarungsschrift bereits zuvor gegeben haben, kennen es (nämlich das Gebot zur Änderung der Gebetsrichtung, denn es ist ein Zeichen des Prophetentums Muhammads in ihren Schriften) so genau, wie sie ihre eigenen Kinder kennen. Aber fürwahr, ein Teil von ihnen verschweigt wissentlich die Wahrheit (aus Neid).
  2. Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn. Darum gehör du (Gesandter Aḷḷāhs) nicht zu denen, die zweifeln.
  3. Jede Gemeinschaft hat eine Richtung, der sie sich zuwendet.[1] So wetteifert (ihr Gläubigen) miteinander im Verrichten guter Werke. Wo auch immer ihr sein mögt, wird Aḷḷāh euch (am Tag der Auferstehung) allesamt bei Sich versammeln. Wahrlich, Aḷḷāh hat zu allem die Macht.
  4. Und von wo du (Gesandter Aḷḷāhs) auch herkommst (und beten willst), wende dein Gesicht (im rituellen Gebet) der heiligen Gebetsstätte zu. Denn fürwahr, es ist die Wahrheit von deinem Herrn (die dir als eingegeben wird). Aḷḷāh ist nicht achtlos dessen, was ihr tut[2].
  5. Und von wo du (Gesandter Aḷḷāhs) auch herkommst (und beten willst), wende dein Gesicht (im rituellen Gebet) der heiligen Gebetsstätte zu, und von wo auch immer ihr (Gläubigen) herkommt, wendet euch ihr (im rituellen Gebet) zu, damit ihr den Menschen kein Argument gegen euch liefert,[3] außer den Übeltätern.[4] So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich (durch die Umsetzung Meiner Anordnung), damit Ich Meine Gnade an euch vollende (indem ihr euch von den anderen Gemeinschaften absondert) und ihr (zur wahren Qiblah) geführt werdet.
  6. Ebenso ist es (eine Gnade), dass Wir unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte auftreten ließen, der euch Unsere Verse vorträgt, euch läutert, euch die Schrift und die Weisheit (d.h. die Sunnah) lehrt und der euch das lehrt, was ihr nicht wusstet.
  7. Gedenkt Meiner (mit eurem Herzen und euren Taten), so gedenke auch Ich eurer (durch Lob und Schutz), und seid Mir dankbar (für die euch erwiesenen Gnaden) und nicht undankbar (indem ihr sie leugnet oder zum Begehen von Sünden verwendet).
  8. Ihr, die ihr glaubt, sucht (für den Gehorsam) Zuflucht in Geduld und im rituellen Gebet, denn fürwahr, Aḷḷāh ist mit den Geduldigen (indem Er sie unterstützt).

[1] „muwallīhā“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach Ibn ʽĀmir: „muwallāhā“: „der sie zugewandt ist“.

Mit Richtung ist hier sowohl die körperliche Ausrichtung im Gebet gemeint als auch die inhaltliche Richtung, der die Gemeinschaft folgt, und so sind auch die Gebote, die Aḷḷāh ihnen auferlegte, teilweise unterschiedlich.

[2] „taʽmalūna“ nach der Lesart der Mehrheit.

Nach ʼAbū ‛Amr: „dessen, was sie tun“, (yaʽmalūna).

[3] Die Juden sagten: „Er betet zu unserer Qiblah, leugnet aber unsere Religion.“

Die Götzendiener sagten: „Er behauptet Abraham u zu folgen, wendet sich aber seiner Qiblah ab.“

[4] Sie behaupten aus Trotz, er wende sich der Kaʽbah zu aufgrund der Religion seiner Vorväter.

Aufrufe: 101